Erwin Panofskys verschollene Habilitation im Zentralinstitut für Kunstgeschichte entdeckt

Eine überraschende Entdeckung ist Wissenschaftlern des ZI geglückt: In einem bisher nicht erschlossenen Teil der Altregistratur des Zentralinstituts mit Unterlagen aus der Amtszeit des ersten Direktors Ludwig H. Heydenreich wurde von einem Mitarbeiter des Instituts vor einigen Wochen ein Aktenordner gefunden, dessen Inhalt als das Manuskript der als verloren geltenden Habilitationsschrift Erwin Panofskys identifiziert werden konnte.
Erwin Panofskys verschollene Habilitation im Zentralinstitut für Kunstgeschichte entdeckt

Erste Seite des Typoskripts mit handschriftlichem Titel

Eine überraschende Entdeckung ist Wissenschaftlern des ZI geglückt: In einem bisher nicht erschlossenen Teil der Altregistratur des Zentralinstituts mit Unterlagen aus der Amtszeit des ersten Direktors Ludwig H. Heydenreich wurde von einem Mitarbeiter des Instituts vor einigen Wochen ein Aktenordner gefunden, dessen Inhalt als das Manuskript der als verloren geltenden Habilitationsschrift Erwin Panofskys identifiziert werden konnte.
Erwin Panofsky (1892-1968) war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Seine 1920 an der Universität in Hamburg eingereichte und nie publizierte Habilitationsschrift trägt den Titel: „Die Gestaltungsprinzipien Michelangelos, besonders in ihrem Verhältnis zu denen Raffaels“. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste Panofsky Deutschland 1934 verlassen und lehrte seitdem in den USA.
Das Typoskript der Habilitation besteht aus 334 Seiten mit umfangreichen handschriftlichen Ergänzungen. Offensichtlich handelt es sich um das Handexemplar Erwin Panofskys mit deutlichen Spuren einer begonnen, aber offenbar nicht abgeschlossenen Überarbeitung für eine geplante Drucklegung.

Im Juni 2012 wurde die rechtmäßige Eigentümerin, Frau Prof. Dr. Gerda Panofsky, über den Fund informiert. Frau Prof. Panofsky hat das Typoskript im August in den Räumen des Zentralinstituts durchgesehen und beabsichtigt eine Edition des wieder aufgefundenen Werks.

Wie der Verlag Walter de Gruyter am 14. Januar 2013 mitteilte, wird das Werk 2014 erscheinen (Pressemitteilung de Gruyter).

Nähere Informationen:
Prof. Dr. Wolfgang Augustyn / Dr. Stephan Klingen
presse@zikg.eu

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