Neue Ausstellung auf Google Arts & Culture: „200 - 1250. Das menschliche Abbild in der Tafelmalerei im Mittelmeerraum“

Eine Online-Ausstellung anlässlich des erfolgreichen Abschlusses des Verbundforschungsvorhabens „Inkarnat und Signifikanz – Das menschliche Abbild in der Tafelmalerei von 200 bis 1250 im Mittelmeerraum (ISIMAT)“, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nach der Richtlinie „Die Sprache der Objekte – Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen“.

Ab heute präsentiert das Zentralinstitut für Kunstgeschichte zusammen mit den Projektpartnern eine neue Online-Ausstellung auf Google Arts & Culture. Hier geht es zur Ausstellung.

Die Ausstellung befasst sich mit der Entwicklungsgeschichte der Tafelmalerei mit dem Schwerpunkt auf der Darstellung des Menschen insbesondere seines Inkarnats (Farbe der Haut). Das bisherige Bild der Entwicklungsgeschichte der Tafelmalerei wurde in dem Projekt durch die Untersuchung repräsentativer Beispiele aus Antike, Früh- und Hochmittelalter überprüft.
Anhand exemplarisch ausgewählter Werke zeigt die Ausstellung, mit welchen Untersuchungsmethoden sich die Projektpartner dem Thema genähert haben. Techniken wie antike Tempera-Malerei oder Enkaustik werden erläutert, filmische Sequenzen lassen uns nachvollziehen, wie die Künstler Schritt für Schritt die Farbe auftrugen. Die Untersuchungsergebnisse werden anhand von schematischen Darstellungen anschaulich gemacht. So konnte etwa festgestellt werden, dass in der Toskana im Mittelalter mindestens drei verschiedene Traditionen der Inkarnatmalerei zu beobachten sind.
Auch die spektakulären Untersuchungen von Ikonen im Katharinenkloster auf dem Sinai, Ägypten, sind Thema der Ausstellung: untersucht wurden elf Tafelbilder, die in die Zeit vom 7. bis ins 10. Jahrhundert datiert werden können, darunter  die älteste bekannte Darstellung des toten Christus am Kreuz in der Malerei. Der Maler dieses Tafelbildes unterschied die Inkarnate des toten Christus von den Lebenden, seien es männliche und weibliche Figuren, nicht. Offenbar stand im Vordergrund, Christus stärker als den Überwinder des Todes zu schildern als die Vergänglichkeit seines Körpers vor Augen zu führen.

Projektpartner: Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft, Technische Universität München; Forschungsstelle Realienkunde, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München;  Doerner Institut, Bayerische Staatsgemäldesammlungen; Opificio delle Pietre Dure, Florenz

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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