Neuerscheinung: „Erwin Panofsky von Zehn bis Dreißig und seine jüdischen Wurzeln“

Gerda Panofsky: Erwin Panofsky von Zehn bis Dreißig und seine jüdischen Wurzeln; Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, 41

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2012 war Wissenschaftlern am ZI eine überraschende Entdeckung geglückt: In einem bisher nicht erschlossenen Teil der Altregistratur des ZI wurde ein Aktenordner gefunden, dessen Inhalt als das Manuskript der als verloren geltenden Habilitationsschrift Erwin Panofskys identifiziert werden konnte. Die rechtmäßige Eigentümerin, Frau Prof. Dr. Gerda Panofsky, erarbeitete eine Edition des wieder aufgefundenen Werks, die 2014 erschien.
Nun widmete sich Prof. Dr. Gerda Panofsky den frühen Jahren Erwin Panofskys. Erstmals werden die Herkunft, der Schulbesuch und das Universitätsstudium des berühmten Kunsthistorikers anhand der überlieferten Quellen ausführlich dargestellt. Die zahlreichen, den Text illustrierenden Porträts, Grabmäler, Gebäude und anderen Objekten sowie die in Faksimile abgebildeten Dokumente veranschaulichen den Bildungsgang des Gelehrten von einem kaufmännischen Ambiente zu einer akademischen Karriere. Darüberhinaus schildern zeitgenössische Berichte das Milieu der jüdischen Familien, ihre Unterdrückung, schließlich ihren wirtschaftlichen Aufstieg und ihre gesellschaftliche Integration im ehemals preußischen, jetzt polnischen Oberschlesien, im einstigen Königreich Hannover und im Berlin der Zeit vor und während des Ersten Weltkriegs. Die vorliegende Untersuchung erhellt somit nicht nur Erwin Panofskys individuelles Erbe und seine geistige Entwicklung bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr, sondern trägt auch zur Kulturgeschichte Deutschlands von der Aufklärung bis zum Antisemitismus im Dritten Reich bei.

 

Passau: Dietmar Klinger Verlag 2017 (Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, 41)

261 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, € 29,90  zzgl. Porto

ISBN 978-3-86328-150-2


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