Farbe im Fokus. Der "Führerauftrag Monumentalmalerei" 1943-1945


Farbe im Fokus. Der "Führerauftrag Monumentalmalerei" 1943-1945

Eine Präsentation im Zentralinstitut für Kunstgeschichte

In den Jahren 1943-1945 ließ Adolf Hitler vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda eine Fotokampagne durchführen, die gefährdete historisch und künstlerisch wertvolle Malereien und Raumausstattungen dokumentieren sollte. So entstand ein einzigartiges Farbdiaarchiv zur mitteleuropäischen Wand- und Deckenmalerei vom 9. bis ins 20. Jahrhundert. Fast alle prominenten Fotografen Deutschlands waren an der Kampagne beteiligt, die das Bildmedium Farbfotografie auch in den Dienst der nationalsozialistischen Propaganda stellte.
Die etwa 40.000 erhaltenen Diapositive zeigen Dekorationsprogramme von etwa 480 Bauwerken in Deutschland, Österreich, Ost- und Westpreußen, Böhmen sowie Nordmähren. Sie überliefern in hoher Qualität die letzten, oft die einzigen farbigen Ansichten bedeutender Kunstwerke vor ihrer Zerstörung oder Beschädigung im Zweiten Weltkrieg.

Die Diapositive werden heute im Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München und im Bildarchiv Foto Marburg aufbewahrt. In den Jahren 2002-2003 wurden sie digitalisiert und können nun sowohl in einer eigenen Bilddatenbank als auch in der Verbunddatenbank 'Bildindex der Kunst und Architektur' konsultiert werden:

Die Dokumentation ist von großem Wert für die Denkmalpflege und die Restaurierung historischer Bauten und Innenräume.
Am Beispiel ausgewählter Fresken stellt die Photothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte das Material in einer computergestützten Präsentation vor.

 

Ort und Zeit

Zentralinstitut für Kunstgeschichte - Eingangsfoyer
Meiserstraße 10
80333 München
28. August - 8. September 2006, 10:00 - 20:00 Uhr

 

Ansprechpartner

Dr. Stephan Klingen
Dr. Ralf Peters

Die Präsentation findet statt im Rahmen der vom Doerner Institut initiierten Ausstellungsreihe Wissensspeicher - Konservierung, Restaurierung und Forschung in München.

Ausstellungsreihe Wissensspeicher. Konservierung, Restaurierung und Forschung in München

 
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