Korrespondenz Wölfflin

Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte konnte im Sommer 2015 auf dem Antiquariatsmarkt ein bislang unbekanntes Konvolut von 36 Briefen und zwei Postkarten Heinrich Wölfflins erwerben.

 

Adressiert sind sie an Heinz Braune (eigentlich Hans Heinrich Braune-Krickau, 1880 - 1957), seit 1907 Kustos an den Königlich Bayerischen Gemäldesammlungen, von 1912 bis 1919 Direktor der Neuen Pinakothek in München (dabei Ende 1913 einer der Gründer der Neuen Münchner Sezession und von 1916 - 1918 für den Kunstschutz in Rumänien tätig), danach am Schlesischen Museum in Breslau und schließlich von 1928 - 1946 Direktor der Staatsgalerie in Stuttgart.

Die Freundschaft zwischen Wölfflin und Braune scheint wenig bekannt (vgl. einen Brief Wölfflins an die Schwester vom 20. Dezember 1916 in H. Wölfflin: Autobiographie, Tagebücher und Briefe, hg. v. J. Gantner,  Basel 1982, S. 301f; ZI-Signatur: V-Wo 126/90).

Nun kann deren Kontakt, der unmittelbar nach Wölfflins Ankunft in München im März 1912 begonnen haben muss und auch nach Braunes Wegzug aus München nicht abriss, bis 1939 nachverfolgt werden.

 

Zwei weitere Postkarten an andere Adressaten – an Carlos von Tschudi und an einen namentlich nicht genannten Adressaten - sind in diesem Zusammenhang ebenfalls in den Bestand des ZI gekommen.

 

Digitale Kollektion

Seit Januar 2016 ist das Konvolut von Briefen und Karten Heinrich Wölfflins an Heinz Braune, Carlos von Tschudi und an einen namentlich nicht genannten Adressaten aus der Sammlung des ZIs vollständig digitalisiert und hier online verfügbar.

 


Im Kubikat-Verbundkatalog kann über die ZI-Signatur V-Wo 126/44 Rarissima (Rara-Magazin) auf das Konvolut zugegriffen werden.

 

Credits

Ella Platschka

Aline Pronnet