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Die künstlerischen Beziehungen zwischen Spanien und
Deutschland reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Dennoch war Spanien
für Deutsche nicht nur geographisch am Rande Europas, sondern blieb auch in
der Wahrnehmung als Kulturlandschaft zunächst ferner als beispielsweise
Italien. Erst im 19. Jahrhundert reisten zahlreiche deutsche Maler nach
Spanien, waren dort vorerst von der Landschaft Andalusiens wie auch von den
maurischen Bauten beeindruckt und nahmen später auch die großen Meister
des Siglo de Oro wahr. Die spanischen Künstler wiederum zeigten sich
besonders von der Malerei der deutschen Romantik beeindruckt. Auch durch die
Kunsthistoriker wurde nach 1850 die Kunst des jeweils anderen Landes
entdeckt. Dieser Austausch hatte nachhaltige Folgen für das Sammelwesen.
Vornehmlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde mit der
Erwerbung zahlreicher Gemälde spanischer Meister der Grundstock für die
Bestände der großen öffentlichen Sammlungen in Deutschland gelegt. Auf
der Tagung stellen spanische und deutsche Kunsthistoriker unterschiedliche
Aspekte und die Entwicklung des Entdeckens und Verstehens der jeweils
anderen Kultur und des künstlerischen Austausches zur Diskussion. Im
Mittelpunkt stehen Probleme der Wahrnehmung und Rezeption des Fremden,
Andersartigen, die Reflexion der eigenen Identität und Differenz sowie der
Prozess des Transfers in den drei Bereichen bildende Kunst,
Kunsthistoriographie und Sammelwesen.
Die Tagung wird gefördert durch
die
Deutsche
Forschungsgemeinschaft und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur
und Medien.
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