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Karl Friedrich Schinkel - Das architektonische Werk heute
Fotografien von Hillert Ibbeken
Die von der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin
Preußischer Kulturbesitz (SMPK) übernommene Ausstellung ist in München
in einer Auswahl zu sehen und wird anschließend in Breslau, Edinburgh
und London gezeigt.
Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) zählt zu den bedeutendsten
Architekten des 19. Jahrhunderts.
Seit 1810 Mitglied der Oberbaudeputation der obersten Baubehörde
Preußens und seit 1830 bis zu seinem Tode Oberlandesbaudirektor,
bestimmte er wie kein anderer das Baugeschehen in Preußen, das sich vom
Rheinland bis nach Ostpreußen, von Pommern bis Sachsen erstreckte.
Obwohl Schinkel auch nach seinem Tod weiterhin hohes Ansehen genoss,
gingen einige seiner Bauten bereits im 19. Jahrhundert verloren. Zwei
Weltkriege und die Abrisswelle nach 1945 haben zum Verlust weiterer
Schinkel-Bauten geführt. Dennoch ist das erhaltene Werk sehr
umfangreich. Weltberühmt sind seine repräsentativen Gebäude in Berlin
und Potsdam, wie das Alte Museum, die Neue Wache, das Schauspielhaus, die
Nikolaikirche und das Schloss Charlottenhof.
Weniger bekannt sind seine Profan- und Kirchenbauten in den ehemaligen
preußischen Provinzen. Besonders die Bauten Schinkels in Sachsen und
Sachsen-Anhalt sowie in Polen dürften der breiten Öffentlichkeit
unbekannt sein, da diese Landschaften im Rahmen des Schinkelschen
Lebenswerkes erst noch bearbeitet werden.
Der Geologe Hillert Ibbeken, geb. 1935, beschäftigt sich seit über
vier Jahrzehnten mit Architekturfotografie. Bekannt sind seine Arbeiten
zu Berliner Dorfkirchen sowie seine Aufnahmen der Feldsteinkirchen im
Fläming. Er hat über 150 Kirchen, Schlösser, Denkmäler und technische
Bauwerke Schinkels an rund 96 Orten von Kap Arkona/Rügen bis Coburg, von
Danzig bis Aachen aufgesucht und fotografiert. 34 dieser Orte liegen im
heutigen Polen und 62 in Deutschland.
Die ausgestellten Fotografien sind eine Auswahl aus den insgesamt 350
Aufnahmen, die Hillert Ibbeken im Zeitraum von 1998 bis 2000 angefertigt
hat. Sie wurden mit einer Linhof Kardan Bi aus dem Jahre 1962
aufgenommen, im Format 4 x 5 inch (10,2 x 12,7 cm), mit den Objektiven
Symmar 240 und 150 mm sowie Super Angulon 90,75 und 47 mm auf Agfapan APX
100 Film, abgezogen auf Ilford Multigrade Papier.
Eröffnung:
Mittwoch, 30. Mai 2001, 18.15 Uhr mit einem Vortrag von
Winfried Nerdinger, München: Klenze und Schinkel – Hoflieferant versus
Baugenie?
Informationen:
Carola Merseburger, Tel. 089/289-27556, Fax 089/28927607
oder
Dr. Christoph Hölz, 089/289-27604, Fax 089/28927607
Pressefotos (Dia oder Bild-File):
- Gdansk-Orunia (Danzig-Ohra), ehemals ev., jetzt katholische Kirche,
1820-1823, Innenansicht. 15. Mai 1999
(Katalog-Nr. 140)
- Krzeszowice, kath. Kirche, 1824-40. Innenansicht. 17. Juli 2000
(Katalog-Nr. 186)
- Potsdam , Pfingstberg, Pomona-Tempel, 1800/01. 4. August 1998
(Katalog-Nr. 242)
- Parallel zur Ausstellung ist ein Katalog in der Edition Axel Menges
erschienen:
- Karl Friedrich Schinkel: Das architektonische Werk heute /
hrsg. von Hillert Ibbeken und Elke Blauert (deutsch - englisch). - 2001. - 348 S., mit
zahlreichen Fotos
ISBN: 3-932565-21-5
€ 98,-- (gebunden), DM 120,- in der Ausstellung
Die Ausstellung wird begleitet von weiteren Vorträgen:
- Mittwoch, 6. Juni 2001
Reinhard Strecke, Berlin:
Schinkels Traum. Kupfergrabenlandschaft mit Archiv und Bibliothek
- Mittwoch, 13. Juni 2001
Christian Scholl, München:
Tempel der Freiheit. Karl Friedrich Schinkels Kirchenbauten als Orte
der ästhetischen Erziehung
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