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Bibliothek AktuellesSchriftenreihe des
Studienzentrums zur Moderne – Bibliothek Herzog Franz von Bayern am
Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Band 1 Schriftenreihe des Studienzentrums zur Moderne – Bibliothek Herzog Franz von Bayern am Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Band 1
Hg. von Chris Dercon und Julienne Lorz, Haus der Kunst, München. -
Köln: Walther König, 2011 >> Weitere Informationen zur Publikation
ZI-Bibliothek erhält Exemplar von Sebastiano Serlio, Cinque libri d’architettura (1551), mit eigenhändigen Anmerkungen von Vincenzo Scamozzi
Bereits die Literatur des 18. Jahrhunderts bezeugt von Scamozzi postillierte Bücher, doch bislang waren nur vier erhaltene Exemplare bekannt. Das dem ZI gestiftete Exemplar war offensichtlich im Besitz des französischen Malers Charles-Alphonse Dufresnoy (1611-1668), der es 1654 aus Italien mitgebracht haben könnte. Die darin enthaltenen Randnotizen, die, wie Hubertus Günther bemerkt, um 1579 datiert werden können, finden sich insbesondere in dem vorwiegend der antiken Architektur gewidmeten dritten Buch. Sie stehen mutmaßlich in Zusammenhang sowohl mit der Vorbereitung von Scamozzis „Discorsi sopra l’antichità di Roma“ (1582) als auch des erstmals der Serlio-Ausgabe Venedig 1584 angefügten „Indice copiosissimo“. Die bedeutende Akquisition bereichert die umfangreiche Sammlung des
Zentralinstituts an Architekturtraktaten, die u.a. auch die Vitruv-Kollektion
aus der Bibliothek Bodo Ebhardt umfasst. Es handelt sich um eine bislang
offensichtlich unbekannt gebliebene kunsthistorische Quelle ersten
Ranges, die direkten Einblick in die Arbeitsweise des
Palladio-Nachfolgers vermittelt. >> Lektüren eines gelehrten Architekten - Onlineausstellung und Digitalisat des Buches
Erweiterung des Kunstbibliotheken-Fachverbundes und Kooperation mit dem Bibliotheksverbund Bayern (BVB)Die Bibliotheken des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut), des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München und die Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte) arbeiten seit 1996 zusammen im Fachverbund www.kubikat.org. Dieser renommierte Online-Katalog stellt die umfangreichste Bibliotheksdatenbank zur Kunstgeschichte überhaupt dar. Sie enthält aktuell mehr als 1,6 Mio. Titelnachweise, davon über 800.000 Nachweise für Aufsätze aus Fachzeitschriften, Kongresspublikationen, Festschriften, Ausstellungspublikationen etc., darunter auch Aufsätze aus Online-Zeitschriften. Der Fachverbund hat nun als vierten Partner die Bibliothek des Deutschen Forums für Kunstgeschichte / Centre allemand d’histoire de l’art, Paris, aufgenommen, eine wissenschaftliche Spezialbibliothek zur deutschen Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte und zur deutschsprachigen kunstwissenschaftlichen Forschungsliteratur zu Frankreich. Der Verbund umfasst damit die Bibliotheken aller deutschen universitätsunabhängigen kunsthistorischen Forschungsinstitute. Gleichzeitig hat im Juli 2011 die neue Kooperation mit dem Bibliotheksverbund Bayern (BVB), einem der großen deutschen Bibliotheksverbünde, begonnen. Der Kunstbibliotheken-Fachverbund katalogisiert nunmehr auch in der zentralen BVB-Verbunddatenbank. Die kubikat-Datenbank bleibt als eigenständiges Angebot bestehen, wurde jedoch auf eine neue softwaretechnische Grundlage gestellt. Das Rechenzentrum der Max-Planck-Gesellschaft (GWDG) hat für die vier Bibliotheken ein gemeinsames Aleph500-System aufgesetzt, das mit dem BVB kommuniziert. Der Launch des neuen, Aleph500-basierten Online-Publikumskataloges erfolgte in der zweiten Augusthälfte 2011. Die Bestände der kunsthistorischen Spezialbibliotheken in Florenz und Rom zur italienischen und in München zur osteuropäischen Kunstgeschichte sind international einzigartig. Der Münchener Bestand zur Kunst Frankreichs darf als der beste in Europa außerhalb von Paris gelten. Diese Schwerpunktsetzungen passen wiederum in idealer Weise zu den geschichtswissenschaftlichen Sondersammelgebieten der Bayerischen Staatsbibliothek. Der erweiterte Kunstbibliotheken-Fachverbund Florenz – München – Paris – Rom und der Bibliotheksverbund Bayern verbessern mit ihrer Kooperation die Informations- und Literaturversorgung für die Kunstgeschichte und erweitern ihre Möglichkeiten, künftige globale Entwicklungen auf diesem Gebiet mitzugestalten. Öffnungszeiten der Bibliothek
Ausstellung von Benutzerkarten für Bibliothek bzw. Photothek:
Bei der erstmaligen Anmeldung werden benötigt: Personalausweis und geeigneter Nachweis der wissenschaftlichen oder beruflichen Beschäftigung. Münchner Studierende können erst in ihrem letzten Studienabschnitt (Vorbereitung der Magister-, Master- oder Diplomarbeit) zugelassen werden.
Buchbestellungen
Bestellscheine liegen im Lesesaal und an der Eingangsaufsicht aus. Diese
werden ausgefüllt bei der Eingangsaufsicht abgegeben, wo die bestellten
Medien auch abgeholt werden können. Bestellscheine können auch
postalisch eingereicht werden, unter Angabe des gewünschten
Bereitstellungsdatums. KurzbeschreibungDie Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte ist eine Präsenzbibliothek mit beschränkter Zulassung. Sie dient in erster Linie der wissenschaftlichen Forschung, ferner der beruflichen Arbeit und Fortbildung. Mit ihrem Bestand von über 500.000 Bänden, darunter die Bibliothek Herzog Franz von Bayern zur Kunst der Moderne, ca. 1.250 laufend abonnierten Zeitschriften und über 50.000 Auktionskatalogen, zählt sie international zu den größten Kunstbibliotheken überhaupt. Das Sammelprofil der Bibliothek deckt die gesamte Kunstgeschichte der westlichen Hemisphäre vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart ab. Die folgenden Sammelschwerpunkte der Bibliothek wurden von 1972 bis 2010 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) innerhalb des Sammelschwerpunktprogramms der Kunstbibliotheken gefördert und werden auch nach Auslaufen der DFG-Förderung vom Zentralinstitut weiter gepflegt:
Sammelschwerpunkte sind ferner architekturtheoretische Quellenschriften, kunsthistorische Gartenliteratur sowie Kunst und Architektur des 20./21. Jahrhunderts. Nachdem die DFG das bisherige Spezialbibliothekenprogramm zum Ende des Jahres 2010 eingestellt hat, standen im Berichtsjahr letztmalig DFG-Mittel für die seit Jahrzehnten, genauer seit 1972, gepflegten Sammelschwerpunkte Kunst Frankreichs, Kunst Osteuropas, kunstwissenschaftliche Literatur aus Osteuropa, Kunsttheorie und Ikonographie zur Verfügung. Vor dem Hintergrund dieses Vorgangs, der auch andere große Kunstbibliotheken betrifft, hat sich die Carl Friedrich von Siemens Stiftung dazu entschlossen, ab 2011 die Bibliothek des Zentralinstituts über einen Zeitraum von fünf Jahren mit Mitteln zu unterstützen, welche die durch den Wegfall der DFG-Förderung gerissene Lücke ausfüllen. Das Zentralinstitut wird damit fürs Erste in die Lage versetzt, das Erwerbungsprofil mit den angestammten Schwerpunkten auf dem erreichten Niveau weiterzuführen, freilich mit der Maßgabe, dass die Förderung der Carl Friedrich von Siemens Stiftung von 2016 an durch einen anderen Geldgeber ersetzt werden muss. Der überwiegende Teil des Bestandes ist im Freihandsystem direkt zugänglich. In den verschiedenen Magazinebenen sind die Bücher nach einem Signaturensystem aus sachlichen und formalen Aufstellungsgruppen geordnet. Bitte beachten Sie auch unsere monatlichen Neuerwerbungslisten. Ende 2008 hat Herzog Franz von Bayern seine etwa 15.000 Bände umfassende Bibliothek zur Kunst der Moderne dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München übergeben. Diese Bestände sollen so schnell wie möglich in den EDV-Katalogen nachgewiesen und für das Publikum zugänglich gemacht werden. Ausführliche Informationen zur Schenkung finden Sie hier. Kataloge
Zettelkatalogsystem Eine Auswahl weiterer im Internet verfügbarer Kataloge finden Sie auf der Seite Kataloge und Datenbanken. ArbeitsmöglichkeitenDie Bibliothek verfügt über zwei Lesesäle mit insgesamt 67 Arbeitsplätzen. Die Benutzung von Laptops ist in beiden Lesesälen möglich (Stromanschluss an jedem Tisch). Wie auch in der Photothek ist für Inhaber einer ZI-Leserkarte auch in den Lesesälen der Bibliothek die kostenfreie Nutzung des ZI-Drahtlosnetzwerkes (WLAN) mit entsprechend ausgestatteten mobilen Rechnern (Laptops etc.) möglich. Informationen zur erforderlichen Anmeldung und Konfiguration finden Sie hier. Ferner sind in Lesesaal 2 acht kabelgebundene Internetanschlüsse für Laptops mit Netzwerkkarte vorhanden. Netzwerkkarten können bei der Eingangsaufsicht entliehen werden. In Lesesaal 1 stehen sechs PCs zur Internet-, Datenbank- und Katalogrecherche sowie zur Recherche in den im ZI-Netzwerk verfügbaren CD-ROMs zur Verfügung. An einem weiteren PC kann mit lokal vorinstallierten CD-ROM-Datenbanken gearbeitet werden. In Lesesaal 2 sind zusätzlich vier PC-Dauerarbeitsplätze mit Internet-Anschluss und Nutzungsmöglichkeit der CD-ROM-Datenbanken des ZI-Netzwerkes vorhanden. Photokopien und Farbscans können nach Genehmigung durch die Kopierstellenaufsicht an drei leistungsfähigen Buchscannern, davon ein Gerät mit angeschlossenem DIN-A-4-Schwarzweißdrucker, in Selbstbedienung angefertigt werden (Raum 142, vgl. die Öffnungszeiten der Kopierstelle). Photographien aus Beständen der Bibliothek können nach Genehmigung selbst angefertigt werden. Es ist je ein Reprostativ mit Kunstlicht und eines für Tageslichtaufnahmen vorhanden. Eine Kamera muss mitgebracht werden. Bitte melden Sie sich vor dem Photographieren bei Katalogauskunft an. Mikrofiche- und Mikrofilm-Lesegeräte sind vorhanden. Ein Reader-Printer zur Anfertigung von Papierkopien von Mikrofiches ist in der Photothek aufgestellt. BenutzungshinweiseFolgende gedruckte Informationsblätter sind auch als PDF-Dateien online abrufbar: arthistoricum.netVon 2005 bis 2011 betrieb die Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Heidelberg, dem Institut für Kunstgeschichte der Ludwigs-Maximilians-Universität München und weiteren Partnern die Virtuelle Fachbibliothek Kunstgeschichte arthistoricum.net. Das Projekt wurde von 2005 bis 2009 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Von 2012 an wird arthistoricum.net von der UB Heidelberg und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden fortgeführt. Seit Februar 2009 wird auf arthistoricum.net auch ein eigenes Blog angeboten, in dem regelmäßig über aktuelle kunstwissenschaftliche Themen informiert und diskutiert wird. Ansprechpartner
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