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Forschungsreferat und Stipendiatenbetreuung - Stipendiaten Thomas Reiser, M.A.Vita1999 bis 2004 Studium der Germanistischen Mediävistik, Latinistik und Neueren deutschen Literatur sowie 2004 bis 2005 Promotionsstudium mit Fachwechsel von der Neueren deutschen Literatur zur Italianistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2005 bis 2008 Promotionsstudium in Germanistik und Latein an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Titel der Dissertation: Mythologie und Alchemie in der Lehrepik des frühen 17. Jahrhunderts. Die ‚Chryseis’ des Straßburger Dichterarztes Johannes Nicolaus Furichius (1602-1633). Mit den ‚Scholien’ herausgegeben, übersetzt, kommentiert und eingeleitet. Seit 2006 Mitarbeit an Projekten zur Architektur der italienischen Renaissance bei Prof. Dr. Uta Schedler, Kunstgeschichte Osnabrück. Februar 2009 Disputation. Von April bis September 2009 Stipendium am Deutschen Studienzentrum Venedig: Projekt zur Gattungstheorie des Lehrgedichts in der italienischen Renaissance. Herbst 2009: Mitarbeit am DFG-Verbundprojekt Vitruv und die Techniken des Raumdekors (u.a. Technische Universität München). ForschungsprojektÜbersetzung der „Hypnerotomachia Poliphili“ mit philologisch-mythologischem Kommentar (als Teil einer Studienausgabe) Eine deutsche Übersetzung der „Hypnerotomachia Poliphili“ (im Folgenden HP) des Francesco Colonna (Venedig 1499) wird derzeit als eines der dringlichsten Desiderate der modernen Renaissanceforschung wie auch der Quellenerschließung von mehreren Seiten mit unterschiedlichem Ziel und Ansatz verfolgt. Die von mir begonnene Übersetzung ist konzipiert als Hauptteil und Arbeitsgrundlage einer kommentierten interdisziplinären Studienausgabe, welche in Kooperation mit Frau Prof. Dr. Uta Schedler (Kunstgeschichte Osnabrück) erstellt werden wird. Vorbild hierfür ist die Edition von Ariani/Gabriele (zuerst Mailand 1998, 2. Aufl. ebd. 2005). Der Originaltext der HP ist hinsichtlich der Grammatik wie des Wortschatzes in einer Mischsprache aus relatinisiertem, von Gräzismen durchsetztem Italienisch abgefasst, das sich durch eine Fülle eingeflochtener Hapaxlegomena und Neologismen auszeichnet. In seiner semantischen wie transtextuellen Vielschichtigkeit ist er daher nur wenigen, humanistisch bewanderten Spezialisten tatsächlich zugänglich. Interessierte beschränken sich daher häufig entweder auf die Analyse der eigentlich vom Text untrennbaren, doch immer wieder dekontextualisierten Holzschnitte oder greifen auf paraphrasierende und damit sinnentstellende Darstellungen oder bisherige Übersetzungen zurück. Von jenen sind die beiden französischen (1546 und 1883) und die frühe englische (ab 1592) selbst als Interpretationen der HP und in ihrem Nachleben als eigenständige historische Quellen anzusehen. Neben der neuitalienischen Übertragung durch die besagten Ariani/Gabriele ist die am weitesten verbreitete Ausgabe derzeit die unkommentierte und an ein Massenpublikum gerichtete englische Übersetzung des Musikhistorikers Joscelyn Godwin. Das besondere Anliegen meiner Übersetzung ist es, in größtmöglicher
syntaktischer Nähe zum Original und in ähnlich sprachschöpferischer
Fülle die Vielschichtigkeit des Leseerlebnisses in die deutsche Sprache
zu transponieren. Kontakt über Dr. Iris Lauterbach |
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