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Matthias Winner, RomDie Linie in der Handzeichnung von Dürer bis MenzelFestvortrag anläßlich der Verleihung des Wolfgang-Ratjen-Preises am
9. Dezember 2004, 18 Uhr Dürer wird 1528 von Erasmus gerühmt, dass er nur mit "schwarzen Linien" alles das ausdrücken könnte, wofür Apelles mehrere Farben benötigt hätte. Vom Maler Apelles stammt das Sprichwort "Nulla dies sine linea". Erasmus hat Dürers Holzschnitte und Kupferstiche im Auge. Dürers Handzeichnungen kannte er nicht. Sie sind erst durch Reproduktionen im 19. Jahrhundert allgemein berühmt geworden. Sie sind nicht auf Linien beschränkt sondern kommen - wie etwa bei dem Albertina-Hasen - vielfach allein mit Deck- und Wasserfarben ohne Linien aus. In der "Unterweisung der Messung" reflektiert Dürer anschaulich über die Linie. Dass er seine Druckgrafik genau wie seine Gemälde als originale Zeugnisse seiner Hand (manus) versteht, soll im europäischen Kontext untersucht werden. Prof. Dr. Matthias Winner
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