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Hendrik Ziegler, Hamburg

Ludwig XIV. und die Sonne. Zur Genese einer Herrschersymbolik

Vortrag am 1. März 2006, 18 Uhr c.t.
Vortragsraum 242, II. OG, Meiserstraße 10

Bereits von seinen Zeitgenossen wurde Ludwig XIV. als "Sonnenkönig" bezeichnet. Die Assoziation eines Herrschers mit der Sonne war an sich nichts Ungewöhnliches und beruhte auf antikem Herkommen. Allerdings gelang es Ludwig XIV. wie keinem anderen Herrscher vor und nach ihm, die Sonnensymbolik mit seiner Person in Verbindung zu bringen. Die Anfänge dieses Prozesses noch vor der Übernahme der persönlichen Regierung 1661 sind noch kaum genauer erforscht. Dabei läßt sich zeigen, daß Kardinal Mazarin, erster Minister des jungen Königs, während der Fronde und dem anhaltenden Krieg mit Spanien von langer Hand die Sonnenikonographie auf die Person seines Schützlings zugeschnitten hat, die dieser in den 1660er Jahren konsequent für seine Zwecke weiterentwickeln sollte.

Dr. Hendrik Ziegler
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der LMU München, am Courtauld Institute of Art in London sowie an der FU Berlin, dort 1999 Promotion mit einer Arbeit über die Weimarer Malerschule, 1999/2000 Postdoktorand am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris, 2000-2004 Forschungsstipendien der Gerda Henkel Stiftung und der DFG zum Habilitationsvorhaben: "Le "Prince Idolâtre". Kritik am Herrscherbild Ludwigs XIV.", 2001 Volontariat am Musée d´Unterlinden in Colmar, 2002-2004 Lehraufträge in München und Berlin. Seit dem WS 2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte: deutsch-französische Kunstbeziehungen; Museums- und Sammlungsgeschichte; Herrschaftsikonographie.

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Letzte Änderung: 06.02.2007