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Max Seidel, Florenz

Der Kaiser und die Stadt. Ikonographische Forschungen zu Kaiser Karl IV.

In memoriam Jens Peter Haeusgen

Vortrag am 17. Mai 2006, 19 Uhr s.t.
Vortragsraum 242, II. OG, Meiserstraße 10

In Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut) e.V. und dem Institut für Kunstgeschichte der LMU München

Im Zentrum des Vortrags steht eine der bedeutendsten Herrscherfiguren des deutschen Spätmittelalters: Karl IV. (1316-1378) aus dem Geschlecht der Luxemburger, römisch-deutscher König (ab 1346), König von Böhmen (ab 1347), König von Italien (ab 1355), römisch-deutscher Kaiser (ab 1355) und König von Burgund (ab 1365). Das Thema ist mit dem jüngst abgeschlossenen Forschungsprojekt „Politische Ikonographie toskanischer Städte. Lucca“ verknüpft, das Max Seidel in Zusammenarbeit mit Romano Silva vom Istituto Storico Lucchese in den vergangenen Jahren durchführte.

Prof. Dr. Max Seidel
Max Seidel, Jahrgang 1940, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Kirchengeschichte in Basel und Florenz. 1967 wurde er mit einer Dissertation über die Beziehungen zwischen der Kunst Mittelitaliens und Nordfrankreichs in der Zeit um 1300 promoviert. 1973 folgte die Habilitation im Fach Kunstgeschichte an der Universität Zürich, wo er im Anschluss als Dozent für mittlere und neuere Kunstgeschichte tätig war. Von 1979 bis 1982 lehrte er an der Universität Göttingen, von 1982 bis 1993 in Heidelberg. Danach war er bis zu seiner Emeritierung 2005 Direktor des Kunsthistorischen Instituts in Florenz.
Max Seidel ist Mitglied zahlreicher Kuratorien, Ehrenmitglied verschiedener Institutionen, Großoffizier des Verdienstordens der Republik Italien und Commendatore des Silvester-Ordens des Vatikanstaates. Im Mai 2005 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Florenz verliehen und im April 2006 die Ehrendoktorwürde der Universität Florenz.
Seine Untersuchungen - unter anderem zu den Bildhauern Nicola Pisano (um 1220/25-nach 1278) und Giovanni Pisano (1246-1315) sowie zu den Malern Simone Martini (1280-1344), Ambrogio Lorenzetti (um 1290-1348) und Luca Signorelli (1441-1523) - fanden Niederschlag in zahlreichen Büchern und Aufsätzen. Zusammen mit Peter Anselm Riedl ist er Initiator des am KHI angesiedelten „Siena-Projekts“, in Zuge dessen die Sieneser Kirchen vollständig inventarisiert und kunsthistorisch bearbeitet werden.

 

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Letzte Änderung: 06.02.2007