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Susan Tipton, MünchenDie Sammlungen des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz (reg. 1690-1716) im Spiegel seiner KorrespondenzVortrag am 7. Juni 2006, 18 Uhr c.t. Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (geb. 1658, Kf. 1690-1716) ist in der Kunstgeschichte vor allem als Begründer der "Düsseldorfer Galerie" ein Begriff, deren Bestände sich - wie der überwiegende Teil des künstlerischen Erbes der Pfälzer Wittelsbacher aus Düsseldorf und Mannheim - heute vorwiegend im Besitz der Staatlichen Sammlungen in München befinden. Nachdem die Truppen Ludwigs XIV. die alte Residenzstadt Heidelberg dem Erdboden gleich gemacht hatten, baute der Kurfürst seine Residenz in Düsseldorf aus; bereits sein Bruder und Nachfolger verlegte diese jedoch nach Mannheim. Gedruckte und handschriftliche Inventare aus der Regierungszeit des Kurfürsten Johann Wilhelms stammen durchwegs erst aus der Zeit nach seinem Tode 1716. Rechnungsbücher sind nicht erhalten. Aus diesem Grunde nimmt die umfangreiche Korrespondenz des Kurfürsten als Quelle für die Kunstgeschichte eine besondere Rolle ein. Theodor Levin hat diese um 1710 erstmals gründlich ausgewertet. Der Vortrag versucht, neue archivalische Funde zur Sammlungsgeschichte in Düsseldorf mit neueren Quellenpublikationen zum Kunsthandel und zum Sammlungsgeschehen um 1700 in Beziehung zu setzen. Dr. Susan Tipton
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