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Angela Opel, München

Das Kurfürstliche Kupferstich- und Zeichnungskabinett Mannheim (1758-1793) und seine Zeichnungs-Schausammlung

Vortrag am 21. Juni 2006, 18 Uhr c.t.
Vortragsraum 242, II. OG, Meiserstraße 10

Das 1758 von Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz (1724-1799) in seiner Mannheimer Residenz begründete Kurfürstliche Kupferstich- und Zeichnungskabinett war um 1770 bereits eines der größten Kabinette Europas. In einer ‚öffentlichen' Schausammlung wurden als permanente Zeichnungsausstellung über 500 Zeichnungen von 127 Künstlern des 15. bis 18. Jahrhunderts präsentiert - nach dem bisherigen Forschungsstand ein Unikum unter den graphischen Kabinetten der Zeit. Im Kontext der Entwicklung von der barocken fürstlichen Galerie hin zum öffentlichen Museum und auf der Grundlage der Korrespondenz und Sammlungsinventare wird der Vortrag die Entwicklung der Sammlung hin zu einer dem Publikum sich öffnenden Institution beleuchten und ihren Charakter als Ort sowohl der Repräsentation als auch der Bildung (‚Sehschule'/Ausbildungsort der Studenten der Mannheimer Akademie) herausarbeiten. Schließlich soll die im Nutzungszweck begründete Divergenz in der Sammlungs- bzw. Ausstellungsstrategie zwischen Kabinett und Schausammlung dargelegt werden.

Dr. Angela M. Opel
Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Anglistik. 1998 1998 Promotion (bei Andreas Haus, Universität der Künste, Berlin) über den Einfluss von Kubismus, Konstruktivismus und Technik auf die Angewandte Kunst in den 1920er und 1930er Jahren. 1999 Förderpreis der Universität Trier für die Dissertation. Freie Ausstellungskuratorin (Emblematik, Videokunst, Zeitgenössische Kunst); 2001 - 2003 Volontärin Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Neue Sammlung, Staatliche Graphische Sammlung, München. Seit 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Staatlichen Graphischen Sammlung / Pinakothek der Moderne, München, und Ausstellungskuratorin. Lehrbeauftragte für Design- und Mediengeschichte, FH Augsburg.

 

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Letzte Änderung: 06.02.2007