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Gosbert Schüßler, PassauChristlicher Glaube und Naturwissenschaft: eine visuelle Argumentation des Nicola Pisano an der Kanzel des Pisaner BaptisteriumsIn Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut) e.V. Vortrag am 4. Juli 2007, 19 Uhr Die massive Rezeption der Schriften des Aristoteles im 13. Jahrhundert ist ein untrügliches Indiz des zunehmenden Interesses an naturkundlicher Information und Forschung, das die Epoche eines Friedrichs II. und Alfons’ X. von Kastilien kennzeichnete. Die „Weltweisheit“, an der der gebildete Gläubige nicht mehr vorbeisehen kann und wollte, lieferte nicht nur objektive Kenntnis über die Schöpfung, sondern konnte auch apologetisch zur „wissenschaftlichen“ Bestätigung von Glaubensinhalten genutzt werden. An der berühmten Kanzel des Pisaner Baptisteriums (1259/60) bediente sich der Bildhauer Nicola Pisano, wie nunmehr aufgezeigt werden kann, eines solchen unumstößlichen, naturwissenschaftlichen Beweises, der sich bis in die Schriften des Aristoteles zurückverfolgen lässt, um die Bestrafung der Verdammten glaubhaft wiedergeben zu können. Prof. Dr. Gosbert Schüßler |
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