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Christian Hecht, Erlangen
Der byzantinische Diskos des Halberstädter Domschatzes - Herkunft und
Verwendung
Vortrag am 14. Januar 2009, 18 Uhr c.t.
Vortragsraum 242, II. OG, Meiserstraße 10, 80333 München
Die sogenannte "Weihbrotschale" des Halberstädter Domschatzes ist
eines der kostbarsten Werke byzantinischer Goldschmiedekunst des
Mittelalters. Bisher gab es verschiedene Ansichten darüber, wann und wie
das Stück nach Halberstadt gelangt ist. Anhand einer bisher in diesem
Zusammenhang nicht beachteten griechischen Quelle des 13. Jahrhundert
soll dazu im ersten Teil des Vortrags eine neue Theorie vorgestellt
werden. In Halberstadt wurde die Weihbrotschale nicht mehr ihrem
ursprünglichen Zweck gemäß verwendet, sondern zu einem Reliquiar
umgestaltet, das jedoch nicht vollständig erhalten ist. Im zweiten Teil
des Vortrags soll eine Rekonstruktion dieses Reliquiars unternommen
werden.
PD Dr. Christian Hecht
1965 in Weimar geboren. Da ihm das Studium der Kunstgeschichte an der
Universität Leipzig verweigert wurde, studierte er katholische Theologie
am "Philosophisch-theologischen Studium" in Erfurt. 1990 wechselte er
nach Passau, wo er das Diplom im Fach Theologie ablegte, mit einer
kunsthistorischen Diplomarbeit über den Hochaltar des Passauer Domes vom
17. bis zum 20. Jahrhundert. 1995 Promotion zum "Dr. phil." an der
Universität Passau, mit einer Dissertation zur "Katholischen
Bildertheologie im Zeitalter von Gegenreformation und Barock" (erscheint
in zweiter Auflage 2009). Aufsätze und Publikationen zu Themen vom
byzantinischen Bilderstreit bis zur Kunst des 20. Jahrhunderts. 2002
Habilitation mit der Arbeit "Die Glorie. Begriff, Thema, Bildelement in
der europäischen Sakralkunst vom Mittelalter bis zum Ausgang des
Barock", 2006 mit dem Hans-Janssen-Preis der Akademie der Wissenschaften
zu Göttingen ausgezeichnet. Christian Hecht ist Oberassistent an der
Universität Erlangen-Nürnberg. Vom WS 2006/2007 bis zum WS 2007/2008
vertrat er eine Professur für mittelalterliche Kunstgeschichte an der
Universität Bonn, im Moment vertritt er den Lehrstuhl I für
Kunstgeschichte an der Universität Bamberg.
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2009
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