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Sabine Fastert, Berlin

„Augenkunst“. Max Liebermann, Goethe und „künstlerisches Sehen“ um 1900

Vortrag am 4. Februar 2009, 18 Uhr
Vortragsraum 242, II. OG, Meiserstraße 10, 80333 München

Ausgehend von einer theoretisch und methodologisch neu reflektierten Basis floriert aktuell die Künstlerforschung, wobei auch vermeintlich bekannte Namen bzw. Positionen wieder in den Blickpunkt geraten. So sind seit gut zehn Jahren die theoretischen Arbeiten von Max Liebermann wieder verstärkt von Interesse. 1904 erschien erstmals der zentrale Aufsatz „Die Phantasie in der Malerei“, 1916 eröffnete er die gleichnamige, um zwei weitere Texte bereicherte Broschüre, die es insgesamt auf sechs Auflagen brachte. Hingewiesen wurde bislang auf die Nähe zu Kant, Helmholtz und Fiedler, zu Zola und Courbet ebenso wie zu Schiller und Carrière. Doch der Name, der vom Künstler mit Abstand am häufigsten genannt wird, ist der von Goethe. Deshalb soll im Vortrag die Bedeutung Goethes für das Denken Liebermanns kritisch hinterfragt und der Bezug zum zeitgenössischen Kontext hergestellt werden.

PD Dr. Sabine Fastert
1999 Promotion, 1999-2000 Stipendiatin am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris, 2000-2001 Forschungsstipendium der DFG. 2001-2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB „Pluralisierung und Autorität in der Frühen Neuzeit“ an der LMU München. 2002-2008 Wissenschaftliche Assistentin an der LMU, November 2008 Habilitation: „Zwischen Klee und Duchamp. Konzepte vom Künstler in der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und den USA (1945-1960)“. Forschungsschwerpunkte: Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts (Deutschland, Frankreich), Kunst der Renaissance (Deutschland), Geschichte der Wahrnehmung. Ab 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin im kunsthistorischen Teilprojekt „Künstlertum als paradigmatisches Schwellenphänomen. Zur Konstruktion moderner Konzeptionen künstlerischer Kreativität um 1900“ in der Berliner DFG-Forschergruppe „Kulturen des Wahnsinns“.

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Letzte Änderung: 12.12.2008