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Sabine Fastert, Berlin„Augenkunst“. Max Liebermann, Goethe und „künstlerisches Sehen“ um 1900Vortrag am 4. Februar 2009, 18 Uhr Ausgehend von einer theoretisch und methodologisch neu reflektierten Basis floriert aktuell die Künstlerforschung, wobei auch vermeintlich bekannte Namen bzw. Positionen wieder in den Blickpunkt geraten. So sind seit gut zehn Jahren die theoretischen Arbeiten von Max Liebermann wieder verstärkt von Interesse. 1904 erschien erstmals der zentrale Aufsatz „Die Phantasie in der Malerei“, 1916 eröffnete er die gleichnamige, um zwei weitere Texte bereicherte Broschüre, die es insgesamt auf sechs Auflagen brachte. Hingewiesen wurde bislang auf die Nähe zu Kant, Helmholtz und Fiedler, zu Zola und Courbet ebenso wie zu Schiller und Carrière. Doch der Name, der vom Künstler mit Abstand am häufigsten genannt wird, ist der von Goethe. Deshalb soll im Vortrag die Bedeutung Goethes für das Denken Liebermanns kritisch hinterfragt und der Bezug zum zeitgenössischen Kontext hergestellt werden. PD Dr. Sabine Fastert |
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