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Bettina Gockel, Zürich

Bilder für Blinde. Sehen lernen als Thema der Malerei und Fotografie im 18. und 19. Jahrhundert

Vortrag am 18. Februar 2009, 18 Uhr c.t.
Vortragsraum 242, II. OG, Meiserstraße 10, 80333 München

Wie der Mensch das Sehen erlernt, ist ein Thema, das besonders die anthropologisch orientierte Philosophie und Ästhetik des 18. Jahrhundert interessiert hat. So wurde über einen von der Blindheit geheilten Jungen in England berichtet, dessen allmähliche Fortschritte, das Sehen zu erlernen, Wissenschaftler, Intellektuelle und Künstler in ganz Europa faszinierte. Der Vortrag untersucht, welche ästhetischen Strategien die Malerei und die Fotografie des 18. und 19. Jahrhunderts entwickelten, um dieses Thema bildkünstlerisch zu behandeln. Lassen sich spezifische Verhältnisse von Raum und Objekt, Bildschärfe und Unschärfe, die weder einer Bilderzählung oder einer außerbildlichen Logik geschuldet sind und sich weder als Fehler im Bild noch als Elemente einer modernen Bildlichkeit vollgültig erklären lassen, viel eher mittels dieses bis ins 17. Jahrhundert zurückreichenden Diskurses erhellen?

Prof. Dr. Bettina Gockel
Hat seit 2008 den Lehrstuhl für Geschichte der bildenden Kunst am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich inne. Sie war Member am Institute for Advanced Study, Princeton, und ist Mitherausgeberin der "Zeitschrift für Kulturwissenschaften"

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Letzte Änderung: 02.02.2009