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Iris Grötecke, Bochum / DresdenKörper und Kleid: leiblicher Ausdruck und soziale Erfahrung als Argumentationsmuster im TafelbildVortrag am 25. Februar 2009, 18 Uhr c.t. Tafelmalerei nördlich der Alpen nimmt seit der Mitte des 14. Jahrhunderts konkrete Bezüge zur irdischen Welt auf, die sich in der weiteren Entwicklung als grundlegend für eine Differenzierung der Aussagefähigkeit der Bilder erweisen. Bedeutende Aspekte sind hier die künstlerische Erarbeitung von Körperhaltung, Mimik und Gestik als Ausdruck von Gesinnung und von zeitgenössischer Kleidung als Zeichen sozialer Hierarchien und moralischer Integrität. Mit diesen Elementen, die sowohl Gegenstandsformen als auch Beurteilungsmuster städtischer Lebenswelt verarbeiten, wird ein komplexes Geflecht von unterschiedlichen Verhältnissen zwischen Bildwelt und Erfahrungswelt geschaffen. Der vermeintlich leicht zu erfassende Grad von Realität stellt sich dabei nur als Ausgangspunkt für einen Bildkommentar heraus. Verfahren der Bildargumentation und ihrer Analyse stehen deshalb im Zentrum des Vortrags. Dr. habil. Iris Grötecke |
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