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Avinoam Shalem, München

Die Verdinglichung des Kunstwerks: das Corpus der Mittelalterlichen Olifante im Rahmen des Corpus der Elfenbeinskulpturen von Goldschmidt und Weitzmann

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verein für Kunstwissenschaft e.V.

Vortrag am 14. März 2012, 18 Uhr c.t.
Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

In diesem Vortrag wird über das Konzept des gerade im-Druck befindlichen Corpus der mittelalterlichen Olifante berichtet, ein Forschungsprojekt des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft. Im Zentrum der Erläuterungen steht das Ziel, die Olifante nicht wie in älterer Zeit allein als Flächen für Elfenbeinschnitzereien darzustellen und deren stilistische und ikonographische Besonderheiten zu erörtern, sondern sie auch als Objekte, als Dinge, im Mittelalter vorzustellen, so z.B. als Musikinstrumente und als Symbole für Landvergabe (tenure horns) und als Aide-Mémoires, die die Legende von Roland und die frühen Momente des Kultur-Clash‘s der islamischen und der christlichen Welt im kollektiven Gedächtnis des Mittelalters gegenwärtig hielten.

Prof. Dr. Avinoam Shalem
Prof. Avinoam Shalem, Ph.D (1995 University of Edinburgh), ist Professor für Islamische Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Max-Planck Professor Fellow am Kunsthistorischen Institut in Florenz. In seinen Forschungen beschäftigt er sich hauptsächlich mit dem künstlerischen Austausch im Mittelmeerraum, der Migration von Objekten und der mittelalterlichen Ästhetik. Er unterrichtete an den Universitäten von Tel Aviv, Edinburgh, Heidelberg, Bamberg, Luzern, JNU in New Delhi und München. Er war Andrew Mellon Senior Fellow am Metropolitan Museum of Art in New York (2006) und Guest Scholar am Getty Research Centre (2009). Er publizierte umfassend zum mittelalterlichen Islam, zur jüdischen und christlichen Kunst. Derzeit leitet er das Forschungsprojekt „Crossing Boundaries, Creating Images: In Search of the Prophet Muhammad“, war Initiator der Ausstellungsreihe „Changing Views“ München 2010 sowie Co-Kurator der Ausstellung „The Future of Tradition: the Tradition of Future“ im Haus der Kunst in München.

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Letzte Änderung: 22.12.2011