Das Projekt

Recherche- und Ausstellungsprojekt „Amerikanische Kunst in München, 1960 bis 1980“

Die Rezeption US-amerikanischer Künstler in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg trug wesentlich zur weltweiten Erfolgsgeschichte der amerikanischen Kunst bei. Während die Rolle der amerikanischen Kulturpolitik in der unmittelbaren Nachkriegszeit bis hin zur documenta II bereits gut erforscht ist, bietet sich für die eigentliche Boom-Zeit der amerikanischen Kunst in den späten 1960er und 1970er Jahren ein anderes Bild: Weder die Rolle des Kunstmarkts noch die persönlichen Kontakte zwischen europäischen und nordamerikanischen Künstler/-innen und Sammler/-innen noch die Ausstellungs- und Ankaufspolitik der Kunstvereine und Museen wurden bisher einer systematischen Untersuchung unterzogen.

Da München neben dem Rheinland als eines der Zentren der deutschen Kunstszene der 1960er und 1970er Jahre gilt, soll im Rahmen des Recherche- und Ausstellungsprojekts „Amerikanische Kunst in München 1960 bis 1980“ exemplarisch untersucht werden, wie sich dort nicht nur einflussreiche Galerien, Verleger und Editeure, sondern auch private Sammler und Institutionen früh für die Verbreitung und Bekanntmachung amerikanischer Kunst einsetzten und welchen Einfluss dies auf die allgemeine Rezeption amerikanischer Kunst in Deutschland hatte.

Ausgehend von der Kulturpolitik im amerikanisch besetzten Bayern in der unmittelbaren Nachkriegszeit soll nachgezeichnet werden, welche Protagonisten und Institutionen in diesen Prozess maßgeblich involviert waren und welchen Interpretationen die amerikanische Kunst dabei unterlag. Dabei stellt sich auch die Frage des transkulturellen Austauschs: Inwieweit wirkten die in Deutschland geprägten Sichtweisen in die USA zurück und wie gestaltete sich der künstlerische Austausch zwischen deutschen und amerikanischen Künstler/-innen?

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