Rotermund: Das Wissen der Bilder – Bildwissenschaftliche Zugänge zu künstlerischen Artefakten und medialen Bildern

Projektbeschreibung

In einem medial bildüberfluteten Alltag kommt der visuellen Kompetenz eine besondere Bedeutung zu. Innerhalb des inzwischen rund 15 Jahre umspannenden bildwissenschaftlichen Diskurses sind zahlreiche Ansätze entwickelt worden, die sich aus unterschiedlichsten Perspektiven dem vielgestaltigen Phänomen Bild widmen. Die Kunstgeschichte kann zu einer interdisziplinär angelegten Bildwissenschaft ihren wichtigen Beitrag leisten, bietet sie doch ein umfangreiches und erprobtes Instrumentarium an, um sich visuellen Artefakten zu nähern.

Im Rahmen des Projektes sollen elementare bildwissenschaftliche Fragestellungen herausgearbeitet und in Bezug gesetzt werden zu historischen Kunstwerken, medialen Bildern wie auch Arbeiten gegenwärtiger Künstler, finden sich doch in der Kunstgeschichte zahlreiche Werke, in denen Künstler über ihr Medium Bild reflektieren. Zudem setzen sich besonders auch zeitgenössische bildende Künstlerinnen und Künstler in ihren Werken mit Fragestellungen auseinander, die für die aktuelle bildwissenschaftliche Diskussion relevant sind. Dies ist nicht nur zu finden in den Werken einer Pipilotti Rist, die das Medium Video – wie viele andere so genannte Medienkünstler auch - selbstreflexiv einsetzt. Ebenso wären in diesem Kontext zum Beispiel die Arbeiten von Matt Mullican zu nennen, der in seinem Schaffen nach einer universellen visuellen Zeichensprache sucht und viele andere.

Für das Projekt kann zurückgegriffen werden auf die Ergebnisse aus einer umfangreichen Reihe an Seminaren im Rahmen der Schlüsselqualifikation Bildkompetenz zur Geschichte der Bildmedien, zur Bildanalyse, zu bildwissenschaftlichen Methoden, wie auch der Theorie der Bildwissenschaften und, besonders wichtig, dem digitalen Bild, wohnt doch gerade letzterem mit seinen Möglichkeiten der unsichtbaren Manipulierbarkeit eine neue bildnerische Qualität inne, die  Medienwissenschaftler inzwischen von einem postfotografischen Zeitalter sprechen lässt. Basierend auf der Magie des Bildes über die Virtuosität der Malerei führt die Geschichte des Bildes schließlich in die Werbewelten der Medien, die in die Untersuchung mit eingeschlossen werden.

Kontakt

Prof. Dr. Iris Lauterbach

Projektmitarbeiter ZI

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