Kulbatzki: Neue Untersuchungen zur Interieurmalerei im Berg- und Lusthaus Hoflößnitz

Projektbeschreibung

Das Projekt beinhaltet eine ausführliche Dokumentation und Analyse der Innenraumdekoration des Berg- und Lusthauses Hoflößnitz bei Dresden (ca. 1650/60). Die Wand- und Deckengemälde zeigen ein seltenes, fast vollständig im Original erhaltenes Beispiel für ein Innenraum-Ensemble aus der Mitte des 17. Jahrhunderts in Sachsen. In der Forschung sind sie ansatzweise bzw. in Teilaspekten behandelt worden, die bislang nicht systematisch in Zusammenhang gebracht wurden.

Neben Fragen zur Auftragslage und zum Programmentwurf, zu den ausführenden Künstlern, zum Bildprogramm, seinen Vorlagen und Vorbildern, sowie zur Nutzung der Räume steht insbesondere eine Diskussion aus, die die ungewöhnliche Decke, vielleicht auch weitere Teile des Bildprogramms, mit niederländischen Vorbildern der barocken Interieurmalerei in Verbindung bringt. Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen wird eine möglichst vollständige Dokumentation des Quellen- und Bildmaterials anvisiert. Auch sollen Restaurierungsbefunde herangezogen werden, da maltechnische Untersuchungen und Ergebnisse bisher nur ansatzweise in die Erforschung der Interieurmalerei im Berg- und Lusthaus Hoflößnitz involviert wurden.

Einen weiteren Punkt bilden handschriftliche Notizen, die sich auf einigen Gemälden finden. Wer war der Urheber? Wie lauteten die Texte (sie sind bislang nicht transkribiert worden) und was hat es mit dem Ort ihrer Anbringung (zum Teil auf Körperteilen von Tugendallegorien) auf sich, das heißt welches Verhältnis hatten der/die Verfasser zu den Gemälden, die sie sich als Schreibunterlagen aussuchten? Diesen Fragen, die in der kunst- und kulturgeschichtlichen Erforschung des Gebäudes und seiner malerischen Ausgestaltung keinerlei Erwähnung finden, soll ebenfalls ausführlich nachgegangen werden.

Projektmitarbeiter ZI

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