Kirchberger: Schauspiel des Okkulten. Die Bedeutung von Mesmerismus und Hypnotismus für die Bildende Kunst im 19. Jahrhundert (Arbeitstitel Dissertationsprojekt)

Projektbeschreibung

Die Theoreme des deutschen Arztes Franz Anton Mesmer (1734-1815) polarisierten das gesamte 19. Jahrhundert über. Der Mesmerismus, eigentlich eine therapeutische Behandlungsmethode, die aber auch Phänomene wie Visionen, Fern- und Hellsehen, Geistererscheinungen u.v.m. evozieren konnte, ist für die Disziplinen der Naturwissenschaft und des Okkultismus, der Philosophie und der Medizin seit langem von wesentlicher Bedeutung. Er gilt als grundlegend für die Entstehung von Hypnotismus, Spiritismus und Psychoanalyse.

Immer wieder ist der Mesmerismus auch Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzungen, was in den Fächern der Literatur-, Musik- und Theaterwissenschaften bereits nachgewiesen wurde. Diese Arbeit hingegen stellt das erste kontextualisierende Forschungsvorhaben über dessen Einfluß und Bedeutung für die Kunstgeschichte dar. Im Œuvre zahlreicher Bildkünstler, von Chodowiecki und Messerschmidt bis Mucha und Kubin,  finden sich mitunter sehr deutliche Belege einer Auseinandersetzung mit dem Mesmerismus und seinen Phänomenen, etwa in Darstellungen von inneren seelischen Vorstellungen (Visionen) oder äußeren körperlichen Zuständen (Exaltationen).

Kontakt

Prof. Dr. Iris Lauterbach

Projektmitarbeiter ZI

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