Thum: Zukunftsbilder. Göttliche Vorsehung und menschlicher Einblick

Projektbeschreibung

Das göttliche Privileg der Zukunftsschau, die Divina Providentia oder Providentia Dei (Göttliche Vorsehung), zählt zu den wesentlichen Paradigmen des christlichen Abendlandes. Auch in der Bildwelt hat diese Idee deutliche Spuren hinterlassen, von der Buchmalerei des Mittelalters und dem spätmittelalterlichen Tafelbild über die Renaissanceallegorie bis hin zur barocken Vorsehungs-Personifikation und dem bald überaus populären Bildzeichen vom „Auge Gottes“.

Die Untersuchung behandelt dieses Themenfeld erstmalig und verfolgt das Ziel einer Klärung von Ikonographie und Funktionsgeschichte der Divina Providentia, ihrer historischen und bildlichen Bezugssysteme und ihres Verhältnisses zur Naturdarstellung. Die Betrachtung erfolgt dabei in enger Verzahnung mit der ambivalent beurteilten Bild- und Dingwelt menschlicher Einblicksversuche durch Divination und Mantik, vertreten von „genrehaften“ Szenen mit Hellsehern und Wahrsagern, Einzelsymbolen und Divinationsobjekten.

Argumentationssysteme „ex negativo“ korrelieren hier mit einer vielgestaltigen und vielschichtigen Propagierung des christlichen Vorsehungsplans.

Projektmitarbeiter ZI

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