Vortrag Huberta Weigl

Termindetails

Wann

20.10.2004
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Abt Berthold Dietmayr, Jakob Prandtauer und das Benediktinerstift Melk Zur Rolle des Auftraggebers in der Genese des barocken Klosterbaus

Das 1702-1726 durch Jakob Prandtauer grundlegend neu gestaltete Benediktinerstift Melk gehört zu den größten und aufwendigsten barocken Klosteranlagen in Mitteleuropa. Die Entstehungsgeschichte des Komplexes bildet einen vielschichtigen Prozeß, in dem Entwürfe gezeichnet und mehrfach wieder verworfen wurden. Das Geschehen war turbulent und von der permanenten Einflußnahme des ehrgeizigen Auftraggebers, Abt Berthold Dietmayr, geprägt, der selbst vor dem Abbruch bereits fertiger Bauteile nicht zurückschreckte (Spuren dieses Vorgehens sind - bislang unerkannt - heute noch am Bau abzulesen). Der Vortrag beleuchtet die Rolle des Bauherren und sein Zusammenspiel mit den Künstlern, insbesondere mit dem Architekten Jakob Prandtauer. Auch auf Fragen der Ausstattung und des Programms (schriftliche Konzepte, Bildkonzepte) wird einzugehen sein, um so neue und tiefere Einblicke in die Genese des "Gesamtkunstwerkes" Melk zu geben.

Dr. Huberta Weigl
1986-1994 Studium der Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien. 1987-1997 Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien und an der Freien Universität Berlin. 1996-1998 Mitarbeiterin an dem Forschungsprojekt "Ensembles der Barockzeit in Österreich - kunstgeschichtliche Grundlagenforschung" (Österreichische Akademie der Wissenschaften). Seit 1997 Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien. 2002 Promotion: "Die Klosteranlagen Jakob Prandtauers". Forschungsschwerpunkte: Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts in Mitteleuropa, Habsburgergrabmäler des Mittelalters und der Renaissance.

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