Vortrag Eva-Bettina Krems

Termindetails

Wann

08.06.2005
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Wittelsbach zwischen Habsburg und Bourbon: Galerien als Orte der Sammlung unter den Kurfürsten Max Emanuel und Joseph Clemens

Anhand der Sammlungsorte in Wittelsbacher Schlössern wird die Vorstellung einer um 1700 in zeitgenössischen Kommentaren nahezu topisch gewordenen Versailles-Rezeption im Alten Reich, die sich die Kunstgeschichte zu eigen gemacht hat, kritisch revidiert. Zur Untersuchung der Frage nach Modellbildung und -adaption wird das repräsentative Potential der Galerie nicht nur hinsichtlich ihrer Funktion als Raum der Sammlung thematisiert, sondern auch hinsichtlich ihrer Disposition innerhalb des Appartements und damit zeremonieller Reglementierungen. Denn als konstitutiv für die Raumform Galerie sind unter der Prämisse, dass man das Schloss als gestuften Zeremonialraum und als Kristallisationsort politisch-sozialer Symbole begreift, die Aspekte der Kommunikation, der Funktion im Sinne einer sozialen Distinktion und der sich in der jeweiligen Ausstattung manifestierenden Repräsentation zu nennen.

Dr. Eva-Bettina Krems
Studium in Seattle (Wash.., USA), Münster, Bonn und Würzburg; 1999 Promotion ("Raffaels römische Altarbilder"); anschließend Postdoc-Stipendium am Graduiertenkolleg "Die Renaissance in Italien und ihre europäische Rezeption" der Universität Bonn; seit 2001 wissenschaftliche Assistentin am Kunstgeschichtlichen Institut der Philipps-Universität Marburg, derzeit beurlaubt für ein von der DFG finanziertes Auslandsjahr. Habilitationsprojekt: "Modellwechsel und Kulturtransfer bei den Wittelsbachern (1660-1740): Architektur - Porträt - Sammlung".

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