Vortrag Johannes Grave

Termindetails

Wann

11.07.2007
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Kunstgeschichte als Morphologie – Goethes graphische Sammlung

Goethes umfangreiche graphische Sammlung kann als das heimliche Zentrum seiner Beschäftigung mit der Kunstgeschichte gelten. Während seine Aufsätze zur bildenden Kunst immer nur exemplarische Teilaspekte beleuchten, lassen sich von seiner graphischen Sammlung, von ihrer Entstehungsgeschichte und von Goethes Umgang mit den Beständen Rückschlüsse auf sein Konzept von Kunstgeschichte ziehen. Bemerkenswert ist insbesondere die Art und Weise, wie Goethe Kunst und Natur parallelisierte und morphologische Methoden in den Bereich der Kunstgeschichte übertrug. Für die Jahrzehnte um 1800 war dieses Vorgehen allerdings keineswegs ungewöhnlich. Goethes graphische Sammlung kann daher als Ausgangspunkt dienen, um einen kritischen Blick auf die Gründungsphase des Faches Kunstgeschichte zu werfen.

Dr. Johannes Grave
Studium der Kunstgeschichte, mittelalterlichen Geschichte und der lateinischen Philologie des Mittelalters in Freiburg i. Br. 2001-2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich "Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800" an der Universität Jena. 2005 Promotion mit einer Dissertation zu Goethes graphischer Sammlung. Seit 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) Bildkritik an der Universität Basel. Publikationen zur Kunst der Goethezeit, zu Caspar David Friedrich und zur Malerei des Quattrocento.

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