Festvortrag Max Tillmann

Termindetails

Wann

06.05.2009
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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„Un des Princes de toute l’Europe le plus connoïsseur“. Zur Kunst und Sammelpolitik am Hof Max Emanuels in Frankreich (1708-1715)

Ungewöhnlich verlief die turbulente Biographie des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern, der in der Allianz mit den Bourbonen während des Spanischen Erbfolgekriegs insgesamt sieben Jahre im Exil in Frankreich verbrachte (1708-1715). Doch den Unsicherheiten der Zeit begegnete Max Emanuel mit einem im künstlerischen Denken und Handeln ungemein ausgeprägten Selbstbewusstsein. An ausgewählten Kunstwerken wie dem Kleindenkmal für Max Emanuel als Türkensieger (München, BNM) sowie an Beispielen aus dem Bereich der Prunkmöbel, der Goldschmiedekunst und der Elfenbeine werden Provenienzen und Befunde vorgestellt, wobei letztere über die materielle und formale Beschaffenheit hinausgehen und auf Max Emanuels historische Sonderrolle als ausländischer Prätendent in Frankreich hinweisen.

Dr. Max Tillmann
Geb. 1971, studierte Kunstgeschichte in Bonn, am University College London und am Courtauld Institute in London. Promotion 2005 mit einer Arbeit zu den Kunstankäufen Max Emanuels an der FU Berlin. 2005-08 als wissenschaftlicher Volontär in der Museumsabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung in München, Mitarbeit an der Ausstellung „Bayerns Krone 1806“ (2006 Residenz München), Konzeption der Neumöblierung der Badenburg sowie Betreuung der Restaurierung des sog. Affenkabinetts 2007-08, Überarbeitung des Amtlichen Führers Nymphenburg 2008-09. Autor der Katalogbeiträge zur Chinamode unter den bayerischen Herrschern Max Emanuel und Karl Albrecht für die Ausstellung „400 Jahre China und Bayern“ im Bayerischen Nationalmuseum München 2009

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