Vortrag Wolfgang Brassat

Termindetails

Wann

10.03.2010
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Geschichtskonstruktionen im Widerstreit. Zu Rubens’ Medici- und Konstantin-Zyklus

Während der Medici-Zyklus als der bedeutendste der zahlreichen Bildzyklen von Peter Paul Rubens gilt, werden die von ihm entworfenen Bildteppiche mit den „Taten Konstantins des Großen“ deutlich geringer bewertet und in den Künstlermonographien oft nicht berücksichtigt. Beide Zyklen aber sind nicht nur zur selben Zeit entstanden, sondern sie thematisieren mit der umkämpften Thronfolge nach dem Tod König Heinrichs IV. auch denselben historischen Sachverhalt. Im Kampf um Macht und Ansehen haben sich beide Konkurrenten, Maria de´ Medici und ihr Sohn Ludwig XIII., des flämischen Künstlers bedient, der ihre jeweilige Sicht der Ereignisse in den Rang einer verbindlichen Geschichtsdeutung erheben sollte.

Prof. Dr. Wolfgang Brassat
Ab 1981 Studium in Marburg und Hamburg. 1986 Magisterabschluss in Marburg mit einer Arbeit über Rubens´ Eucharistie-Zyklus. 1990 Promotion ebenda mit der Dissertation „Tapisserien und Politik. Funktionen, Kontexte und Rezeption eines repräsentativen Mediums“ (Berlin 1992). 1991/92 Postgraduate Fellow des Getty Center for the History of Arts and the Humanities. 1992-98 wissenschaftlicher Assistent am Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum. 1998 Habilitation mit der Arbeit „Von Raffael bis Le Brun. Historienmalerei im Zeitalter der Eloquenz“ (Berlin 2003). Nach Vertretungsprofessuren u.a. in Bonn, Frankfurt/M., Tübingen u. Erlangen seit April 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Kunstgeschichte, insbes. Neuere und Neueste Kunstgeschichte, der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

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