Workshop Pia Rudolph und Sebastian Schmidt

Termindetails

Wann

27.09.2011
von 17:00 bis 20:00

Art

Workshop

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Photothek, I. OG, Raum 137, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Gestalt bewahren. Kräuterdarstellungen und Bildnisse der Frühen Neuzeit

Pia Rudolph: Gestalt bewahren? Von der gedruckten Pflanze zum gedruckten Kräuterbuch. In Spätmittelalter und Früher Neuzeit existierten Handschriften und Drucke nebeneinander und beeinflussten einander. Bevor sich der Buchdruck endgültig durchsetzte, wiesen Handschriften bereits Züge einer seriellen Produktion auf. In der Regel orientiert sich die Bebilderung der Drucke an den Handschriften. Eine nicht kolorierte Druckgraphik galt zunächst als unvollständig. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts schrieb Erasmus zu Dürers druckgraphischem Werk, man täte ihm „Unrecht, würde man ihm Farbe auftragen“. Anhand von Kräuterdarstellungen in gedruckten Büchern und Handschriften des 15. Jahrhunderts sollen der Medienwandel und sein Einfluss auf Sehgewohnheiten beleuchtet werden. Sebastian Schmidt: Das Porträt in Nürnberg. Aus der Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts hat sich eine Vielzahl an Bildnisdarstellungen aus dem Bereich der Stadt Nürnberg erhalten. Von diesen Werken sollen im Rahmen des vorzustellenden Dissertationsprojektes nicht nur herausragende Exemplare – wie etwa die gemalten Porträts Albrecht Dürers – gewürdigt werden, sondern es soll die bemerkenswerte Bandbreite des Bestandes umfassend berücksichtigt werden. Weil hierbei das Porträt in Nürnberg in der ganzen Vielfalt seiner Erscheinungsformen und Funktionen zum Gegenstand der Untersuchung gemacht werden soll, verdienen neben den geläufigsten Werken gleichermaßen Bildnisse auf Medaillen oder in druckgraphischen Darstellungen Beachtung. Dementsprechend gilt es beispielsweise ergänzend zu den Bildinschriften auch zeitgenössische Entwicklungen im Bereich der Literatur in den Blick zu nehmen. Nach den Auswirkungen von zeit- und geistesgeschichtlichen Ereignissen auf den Gebrauch der Werke zu fragen erscheint besonders im Falle der 1525 erfolgten Einführung der Reformation in Nürnberg vielversprechend.

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