Vortrag Veronica Biermann

Termindetails

Wann

15.02.2012
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Das Bewegen schwerer Lasten und vom Staunen in der Architektur

Schwere Lasten und deren Bewegung in den Fokus kunsthistorischer Architekturanalysen rücken zu wollen, bedeutet, den Blick auf Baustellen, auf Bau- und Konstruktionsprozesse zu lenken. Zwischen künstlerischem Architekturentwurf und dem Gebäude als Kunstwerk liegen Ort und Geschehen des Bauens ein wenig im Abseits der Aufmerksamkeit. Und dies, obwohl zumindest den sehr schweren Lasten und ihrer Bewegung durch Maschinen ein rezeptionsästhetisches Moment verbunden zu sein scheint: dem Akt physischer Bewegung verknüpfen sich solche psychischer Bewegung - der Affekterregung, des Staunens, Wunderns und Erschreckens. Im Vortrag wird vor diesem Hintergrund den Fragen nachgegangen werden, ob Wirkungsanteile des staunenswerten Prozesses der Lastbewegung der nicht minder staunenerregenden Wirkung monumentaler Architektur verbunden bleiben - und, wenn ja, wie und auf welche Weise dies vom Betrachter rezipierbar ist. Zur Veranschaulichung und schärferen Konturierung werden Albertis Traktat, Brunelleschis Domkuppel, Fontanas Obeliskentransport und Mies van der Rohes Ausstellungshalle der Berliner Nationalgalerie herangezogen.

PD Dr. Veronica Biermann
studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Mittlere und Neuere Geschichte an den Universitäten Mainz und München sowie an der Freien und an der Technischen Universität Berlin. Mit einer Arbeit über Leon Battista Albertis Traktat De re aedificatoria und den Begriff ornamentum wurde sie an der TU Berlin promoviert, danach war sie Forschungsstipendiatin der MPG an der Bibltiotheca Hertziana in Rom, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Census an der Humboldt Universität zu Berlin und wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Technischen Universität München. 2008 habilitierte sie sich an der Architekturfakultät der TUM mit einer Arbeit über Christina von Schweden und die Repräsentationsstrategien einer abgedankten Königin. Seit 2008 lehrt sie als Privatdozentin an der TU Berlin, 2009 und 2011 lehrte sie als Gastdozentin an der HU Berlin.

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