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Vortrag Andreas Zeese

Termindetails

Wann

13.06.2012
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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„Letztlich gibt es nur eine Aufgabe – den Aufbau unserer Welt von der Region über die Stadt bis zur individuellen Zelle“. Arthur Korn (1891-1978) als Stadtplaner und Städtebautheoretiker in Berlin und London

Mit seinen Idealstadtplanungen für Berlin 1931 und London 1938-1942 zählt Arthur Korn zu den wichtigsten Propagandisten des Bandstadt-Konzepts in Westeuropa. Im Glauben an die absolute Planbarkeit der Umwelt fügt sich sein urbanistischer Ansatz einerseits in den funktionalistischen Stadtplanungsdiskurs der Moderne ein. Andererseits nimmt er ob seiner Radikalität im jeweiligen Umfeld eine Außenseiterposition ein, die keine Aussicht auf Realisierung hatte. Der Vortrag stellt Korns stadtplanerische Projekte der 1920er bis 1950er Jahre vor dem Hintergrund der biographischen, theoretischen und weltanschaulichen Entwicklung ihres Autors sowie der zeitgenössischen urbanistischen Debatten vor. Im Zentrum steht die These, dass es sich womöglich weniger um Planungen mit konkreter Umsetzungsabsicht als vielmehr um kollektiv entwickelte „didaktische Utopien" handelt, mit denen funktionalistische Stadtplanungsprinzipien in pointierter Form vermittelt werden sollten. Damit wird auch der Aspekt der Rezeption aufgeworfen und die Frage gestellt, inwiefern Korns Konzepte – vermittelt durch seine Lehrtätigkeit in Berlin und London – von seinen Schülern aufgegriffen wurden.

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