Vortrag Eva Maria Froschauer

Termindetails

Wann

19.11.2014
von 18:15 bis 20:00

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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„Im Zwiegespräch mit den Gegenständen“. Form und Gebrauch von Architektensammlungen der Nachkriegsmoderne als Werkzeug des Entwerfens

Ausgehend von der These, dass die Verwendung von vorbildlichen Sammlungen eine die Disziplin der Architektur und deren Entwurfsgrundlagen mitkonstituierende Arbeits- und Kulturtechnik ist, wird eine besondere Form des „Sammelguts der Architektur“ im 20. Jahrhundert untersucht. Es geht um private Sammlungen, die hauptsächlich aus anregenden oder erinnernden Artefakten, Gefundenem sowie Kunstgegenständen – also der ikonisch gewordenen „collection particulière“ – bestehen.

Der Vortrag nimmt drei Beispiele solcher Sammlungen, jene der Architekten Ernö Goldfinger, Renaat Braem und Rudolf Olgiati, in den Blick, um sowohl deren Materialität, deren Systematiken und deren Gebrauch und somit deren Einsatz in den Entwurfsprozessen als ein „Werkzeug“ zu untersuchen – in einer aktuellen Lesart, die Bezüge vom Ding zum Entwerfer zu thematisieren.

Dr.-Ing. Eva Maria Froschauer
Studium der Architektur an der Kunstuniversität Linz und postgradual an der ETH Zürich. Von 2001 bis 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bauhaus-Universität Weimar; 2008 Promotion im Fach Architekturgeschichte (Publikation „An die Leser!“); seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Lehrstuhl Kunstgeschichte; 2011/12 Research Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie Weimar (IKKM); aktueller Forschungsschwerpunkt zu Entwurfsprozessen der Architektur; Gründung und Vorstand des Netzwerk Architekturwissenschaft e.V.

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