Vortrag Henry Keazor

Termindetails

Wann

02.07.2014
von 18:15 bis 20:00

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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„Unexplained Laughter“? – Zur Rolle und Funktion von Humor, Witz und Gelächter in der Malereireform der Carracci

Im Werk der Carracci lassen immer wieder kuriose, auf den ersten Blick scheinbar willkürliche Momente beobachten, in denen ein humorvolles Element in einen grundsätzlich ernsten und würdevollen Kontext einbricht.

Dies wird und wurde gerne als Versuch der Provokation gesehen, was jedoch nicht in allen Fällen den Rückgriff auf solch „komische“ Figuren und Details erklärt. In dem Vortrag wird demgegenüber der Versuch unternommen, diese Konterkarierung des Würdevollen im Gesamtkontext der Malereireform der Carracci zu betrachten.

Prof. Dr. Henry Keazor

Studium der Kunstgeschichte, Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie in Paris und Heidelberg; Promotion ebd. 1996. Bis 1999 Stipendiat und Assistent am Institut für Kunstgeschichte in Florenz, anschließend Wissenschaftlicher Assistent am Kunstgeschichtlichen Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main. Habilitation 2005, dann Gastprofessor am Institut für Kunstgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2006-2008 Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2008-2012 Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Universität des Saarlandes. Ab Herbst 2012 Professur für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg.

Forschungen zur französischen und italienischen Malerei des 17. Jahrhunderts, insbesondere zu Nicolas Poussin, zur Malereireform der Carracci sowie zur zeitgenössischen Architektur (Jean Nouvel). Ferner Publikationen zum Verhältnis von Kunst und Medien, insbesondere zur Fernsehserie „The Simpsons“, zu Musikvideos und zum Thema der Kunst-Fälschung (demnächst erscheinend: Henry Keazor/Tina Öcal [Hrsg.]: Der Fall Beltracchi und die Folgen. Interdisziplinäre Fälschungsforschung heute, Berlin 2014).

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