Vortrag Klaus Krüger

Termindetails

Wann

05.11.2014
von 18:15 bis 20:00

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Bilder der Musica coelestis. Die Himmelsschau als intermediale Konfiguration

Der Vortrag widmet sich Darstellungen, die die Himmelsglorie als Musica coelestis darbieten. Die theologisch eigentlich als unhörbar definierte Himmelsmusik wird dabei als eine orchestrale Aufführung von leibhaftig musizierenden Engeln mit konkreten Musikinstrumenten gezeigt und damit sichtbar in die Kategorie irdischer Hörbarkeit übersetzt. Doch bleibt gerade dieser visuell und motivisch implizierten Hörbarkeit der Musica coelestis angesichts des stummen Mediums der Malerei jeder hörbare Klangausdruck verwehrt. Der Vortrag untersucht, welche ästhetischen Lösungen die Malerei der Renaissance, nicht zuletzt im Horizont paragonaler bzw. intermedialer Diskurse, zur Bewältigung für diese Aporie einer unschaubaren Hörbarkeit bzw. einer Schau des Unhörbaren hervorbringt.

Prof. Dr. Klaus Krüger
ist Professor für Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und Ko-Sprecher der Kolleg-Forschergruppe "BildEvidenz. Geschichte und Ästhetik". Gastprofessuren und Fellowships u.a. in Paris, New York, Konstanz, Wien und Rom. Forschungsschwerpunkte: Theorie und Geschichte des Bildes, der Skulptur und der visuellen Medien in Mittelalter und Früher Neuzeit; italienische Kunst vom Mittelalter bis zum Barock (12. bis 17. Jh.); Bildanthropologie und Kulturelle Semantik in der Vormoderne; Gegenwartskunst; Kunst und Film; Methodengeschichte. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. "Das Bild als Schleier des Unsichtbaren. Ästhetische Illusion in der Kunst der Frühen Neuzeit in Italien" (München 2001), "Gesichter ohne Leib. Dispositive der gewesenen Präsenz", in: Verklärte Körper (2006), "Das Bild als Palimpsest", in: Bilderfragen (2007), "Andrea Mantegna: Painting's Mediality", in: Art History 37 (2014).

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