Vortrag Markus Eisen

Termindetails

Wann

16.07.2014
von 18:15 bis 20:00

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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„Neues Wohnen“ für „Neue Menschen“. Ledigenheime als Programmbauten der Moderne

Reihe „Forschungen zu Mies van der Rohe und seiner Zeit“

 

Als Hans Scharoun, Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe in großen programmatischen Ausstellungen in Breslau (1929), Paris (1930) und Berlin (1931) einer breiten Öffentlichkeit die Quintessenz der eigenen Arbeit präsentierten, wählten sie Ledigenheime und Ledigenwohnungen als Demonstrationsbeispiele. Dem nomadenhaften, von Ort, materiellem Ballast, familiärer und nationaler Bindung gelösten und befreiten Menschen, den man sich als „zeitgemäß“ zurechtgelegt hatte, schien dieser Bautypus besonders zu entsprechen.

Anhand solcher Bauten und Entwürfe können verschiedene gesellschaftstheoretische Positionen der Moderne sowie deren geistige Grundlagen aufgezeigt werden.

Dr. Markus Eisen
Studium der Kunstgeschichte, der Philosophie und der Neueren und Neuesten Geschichte in München. 2006-2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Architekturmuseum der TU München. Kuratierung mehrerer Ausstellungen, darunter "100 Jahre Deutscher Werkbund 1907/2007" (2007), "Geschichte der Rekonstruktion – Konstruktion der Geschichte" (2010) und "Die Weisheit baut sich ein Haus. Architektur und Geschichte von Bibliotheken" (2011). 2009 Promotion in München zum Thema "Vom Ledigenheim zum Boardinghouse. Bautypologie und Gesellschaftstheorie bis zum Ende der Weimarer Republik". Seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Gründungsdirektors am NS-Dokumentationszentrum in München.

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