Kolloquium "Provenienz- und Sammlungsforschung" VI

Termindetails

Wann

22.07.2015
von 14:20 bis 18:00

Art

Wissenschaftliches Kolloquium

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragssaal Raum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Kolloquium "Provenienz- und Sammlungsforschung" (VI)

14:20 - 18:00 Uhr Kolloquium im Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragssaal Raum 242, II. OG.

Logo PDFProgramm (PDF)

14.20 Ulrich Pfisterer
Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Begrüßung

14.25 Christian Fuhrmeister
Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Einführung

14.40 Sarah Bock
Der Wiener Kunstmarkt in der Zwischenkriegszeit: Das Auktionshaus für Altertümer Glückselig GmbH (1919-1941)

14.50 Burcu Dogramaci
Institut für Kunstgeschichte der LMU München
Provenienzforschung und andere Forschungsfelder

15.00 Ludwig Spaenle
Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Grußwort

15.10 Anne-Marie Eze
Isabella Stewart Gardner Museum, Boston (Consulting Curator)
Bridging the gap? A comparative discussion of applied provenance research today

15.30 Diskussion, anschließend Kaffeepause

16.20 Stephan Klingen
Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Rekonstruktion des sogenannten „Führerbau-Diebstahls“ Ende April 1945

16.35 Anja Ebert, Timo Saalmann
Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
Systematische Provenienzforschung am GNM

16.55 Alfred Grimm
Bayerisches Nationalmuseum, München
Provenienzforschung am Bayerischen Nationalmuseum für den Erwerbungszeitraum 1933 bis 1945

17.15 Uwe Schneede
Deutsches Zentrum für Kulturgutverluste, Magdeburg
Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste. Pläne für die nächste und die fernere Zukunft

17.30 Diskussion, bis 18.00

18.30 Eröffnung der Ausstellung der Staatlichen Graphischen Sammlung München
Rudolf von Alt. »…genial, lebhaft, natürlich und wahr«. Der Münchner Bestand und seine Provenienz in der Pinakothek der Moderne

Rudolf von Alt (1812–1905) ist in Österreich einer der bekanntesten Künstler des 19. Jahrhunderts. Schon als Schüler seines Vaters Jakob spezialisierte er sich auf Landschaften und Städteansichten – Veduten – und blieb diesem Genre in seiner fast achtzigjährigen Schaffenszeit verpflichtet. Der Bestand der Staatlichen Graphischen Sammlung München ist außerhalb Österreichs der bedeutendste, zumal er zu einem großen Teil aus dem Besitz der Tochter des Künstlers stammt und gerade die Werke der Jugendzeit, das Spätwerk und Arbeitsskizzen in einmaliger Dichte präsentiert. Weitere wichtige Werke stammen aus Wiener Privatbesitz, darunter auch jüdische Sammlungen. Ein gemeinsam mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte durchgeführtes und von der Arbeitsstelle für Provenienzforschung in Berlin gefördertes Projekt erforschte die Herkunft der 617 Zeichnungen und Aquarelle von Jakob und Rudolf von Alt, die 1959 aus ehemaligem NS-Besitz an die Graphische Sammlung überwiesen worden waren. Einige als Raubkunst identifizierte Werke wurden und werden restituiert. Die Ausstellung wird auch Fragen und Ergebnisse der Provenienzforschung zur Diskussion stellen.

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