Vortrag Jürgen Müller

Termindetails

Wann

28.01.2015
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Der entfesselte Amor – Überlegungen zu Caravaggios „Junge, von einer Eidechse gebissen“

Anfang der 1590er Jahre kommt Caravaggio nach Rom und findet im Kardinal del Monte seinen ersten Mäzen. Kurioserweise entstehen in dieser Zeit keine religiösen Historien, sondern Genrebilder, deren homoerotischer Gehalt häufig konstatiert wurde. Der Vortrag fragt zum einen, warum sich Caravaggio als Genremaler in Szene setzt, und zum anderen, ob und inwiefern das Gemälde "Junge von einer Eidechse gebissen" einen homoerotischen Hintersinn aufweist.

Prof. Dr. Jürgen Müller
Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der TU Dresden. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Bochum, Münster, Pisa, Amsterdam und Paris Promotion 1991 an der Ruhr-Universität Bochum über die Kunsttheorie im Schilder-Boeck Karel van Manders. Zwischen 1991 und 1999 Assistent am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg. Darauf folgten Gastprofessuren in Marburg, Bordeaux, Paris und Berlin und die Habilitation 2002 an der Universität Kassel mit der Arbeit „Das Paradox als Bildform. Studien zur Ikonologie Pieter Bruegels“. Seit 2002 hat Jürgen Müller den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte am Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden inne. Im Studienjahr 2006/07 bekleidete er die Rudolf-Wittkower-Gastprofessur der Bibliotheca Hertziana in Rom und im WS 2009/10 wurde er als Fellow an das Internationale Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie in Weimar eingeladen. Forschungsschwerpunkte liegen in der altdeutschen und altniederländischen Malerei, der Kunst des Manierismus, der Malerei des Goldenen Zeitalters sowie in den Bereichen der Fotografie und des Films.

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