Vortrag Sibylle Ehringhaus

Termindetails

Wann

30.09.2015
von 18:15 bis 20:00

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragssaal Raum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Jude, katholisch, Opfer beider deutscher Diktaturen – die Kunstsammlung des Sanitätsrats Dr. Wilhelm Dosquet in deutschen Museen

Die Sammlung des Berliner Sanitätsrats Dr. Wilhelm Dosquet (1859–1938) war in Kunstkreisen bekannt, als sie 1941 versteigert wurde. Die hochkarätige umfangreiche Sammlung von Möbeln, Porzellanen, Silber, Gobelins weckte Begehrlichkeiten, besonders seitens der Museen. Sie hatten den Sammler bis 1933 als Leihgeber oder als Sachverständigen wertgeschätzt. Als Mediziner hatte sich Dosquet einen Ruf als Lungenfacharzt und Krankenhausneuerer erworben. Zeitgeschichtlich relevant ist sein Engagement für den todkranken Carl von Ossietzky, dem er in seiner Privatklinik in Berlin-Nordend Schutz bot. Bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg beantragte die Tochter des Sammlers die Rückgabe der Werke, verstarb jedoch über ihren Bemühungen 1970. Bis heute befinden sich Teile der einst bedeutenden Sammlung in bei der Versteigerung 1941 vertretenen Museen.

Dr. Sibylle Ehringhaus rekonstruiert aufgrund der Quellen die Geschichte der Familie des Sammlers, den Hergang des Entzugs und die Namen der heutigen Besitzer.

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