Workshop Svea Bräunert

Termindetails

Wann

19.11.2015
von 14:30 bis 15:30

Art

Workshop

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragssaal Raum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Die ethischen Herausforderungen und politischen Neuordnungen, die aus dem militärischen Einsatz von Drohnen im 21. Jahrhundert erwachsen, sind von kaum einem anderen Feld mit solch großer Nachdringlichkeit behandelt worden wie von der Gegenwartskunst. In einem dezidierten cross-over aus Forschung, Aktivismus und Ästhetik greift die Kunst in die selektive Bildlichkeit der Neuen Kriege ein. Dabei geht es ihr nicht nur darum, dem lange Zeit jenseits der öffentlichen Sichtbarkeit geführten Drohnenkrieg eine Form zu geben, sondern im Zuge dessen auch die visuellen Konditionierungen und Wahrnehmungsveränderungen zu befragen, die sich aus der Verwendung von Drohnen ergeben. Was das bedeutet und wie es aussehen kann, wird im Workshop thesenartig anhand ausgewählter Positionen von Trevor Paglen, James Bridle und Hito Steyerl zur Diskussion gestellt.

Damit gibt der Workshop Einblick in das Forschungsprojekt „Urgency and Uncertainty: The Contemporary Art of Drone Warfare“, das Svea Bräunert derzeit als Franz Roh Stipendiatin am ZI bearbeitet. Bräunert hat Neuere deutsche Literatur, Kulturwissenschaft und Neuere/Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Washington University in St. Louis und der Cornell University studiert und wurde mit der Arbeit „Gespenstergeschichten: Der linke Terrorismus der RAF und die Künste“ promoviert. Anfang 2016 eröffnet die von ihr gemeinsam mit Meredith Malone kuratierte Ausstellung „To See Without Being Seen: Contemporary Art and Drone Warfare“ am Mildred Lane Kemper Art Museum in St. Louis.

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