Vortrag Bernhard Jussen

Termindetails

Wann

06.07.2017
von 18:00 bis 19:30

Art

Einzelvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Die stammbaumlose Gesellschaft. Familie und Bildgebrauch im poströmischen Lateineuropa

Ein Vortrag im Rahmen der Tagung "Familienbilder II - Heilige und (andere) Menschen"

Ahnenorientierung, Geschlechterbilder, Stammbäume im nachrömischen lateinischen Europa? Fehlanzeige für fast ein Jahrtausend. Familienbilder? Kaum etwas zu finden vor dem „Herbst des Mittelalters“. In der historischen Verwandtschaftsforschung hat sich seit den 1980er Jahren eine Deutung der Geschichte von Ehe und Familie in Europa durchgesetzt, die die erstaunliche Absenz der Verwandtschaft erklären kann. Bislang aber hat dieser Spezialistendiskurs kaum Interesse gefunden in den anderen Geisteswissenschaften – auch nicht in der Kunstgeschichte.
 

Bernhard Jussen
ist Professor für „Mittelalterliche Geschichte und ihre Perspektiven in der Gegenwart“ an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Forschungen konzentrieren sich auf das lateinische Europa, insbesondere auf politische Semantik, auf den Zusammenhang von verwandtschaftlichen und politischen Systemen und auf das Verhältnis von objektbasierten und textbasierten historischen Entwürfen. Im Jahr 2007 erhielt er den Leibnizpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

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