Workshop Christoph Frank

Termindetails

Wann

02.03.2017
von 14:00 bis 16:00

Art

Workshop

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragssaal Raum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Die Inventarsucht der Nazis: Kunstwahn und Kunstraub aus Sicht eines verheißungsvollen Kunsthistorikers

Diese Seminarveranstaltung widmet sich auf Grundlage intensiver Archivrecherchen den NS-Aktivitäten des aus Riga stammenden Kunsthistorikers Niels von Holst (1907-1993). Holst - einst ein verheißungsvoller Schüler Erwin Panofskys aus Hamburger Tagen - muss im Auftrag von Joseph Goebbels als der eigentliche Verfasser des sog. „Kümmel-Berichtes“, einem der notorischsten Raubkunstinventare des sog. Dritten Reichs, überhaupt gelten. Das Seminar versucht, einerseits den Weg zu diesem Inventar zum ersten Mal genau nachzuzeichnen, während andererseits Holsts „Inventarwesen“ in Hinsicht auf seine Bedeutung für die Berliner, Münchner, Nürnberger und Wiener Museen in den Vordergrund der Diskussion gerückt werden soll.

Christoph Frank
B.A. (1986) und M.A. (1987) in Kunstgeschichte am Courtauld Institute of Art, London; Ph.D. (1993) in History of the Classical Tradition am Warburg Institute, London. 1994-2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Europäische Aufklärung, Potsdam. 2000-2003 Stipendiat, dann Mitarbeiter an der Bibliotheca Hertziana, Rom. 2005 Chercheur invité an der Maison des Sciences de l'Homme, Paris. Seit dem Sommersemester 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Kunst- und Architekturgeschichte der Università della Svizzera italiana an der Accademia di architettura, Mendrisio, wo er 2011 das Istituto di storia e teoria dell’arte e dell’architettura (ISA) gründete. Vergleichende Studien zur Kunst und Architektur des europäischen 17. und 18. Jahrhunderts, sowie zur Disziplingeschichte während der beiden Weltkriege, sowohl in West- als auch in Osteuropa.

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