Neuerscheinung: Phönix aus der Asche - Bildwerdung der Antike – Druckgrafiken bis 1869

Ulrich Pfisterer und Cristina Ruggero (Hrsg.): Phönix aus der Asche - Bildwerdung der Antike – Druckgrafiken bis 1869 / L’Araba Fenice - L’Antico Visualizzato Nella Grafica A Stampa Fino Al 1869

 


Die verschwundene, zerstörte, leblose Antike ersteht seit Jahrhunderten immer wieder neu auf, ähnlich wie der mythische Vogel Phönix aus der Asche seines verbrannten Leibes. Bilder – seien es reine Fantasien, ­dokumentierende Aufnahmen der Überreste, Rekonstruktionen, Repliken oder Reiseimpressionen – spielen dabei eine zentrale Rolle. Erst diese kontinuierlichen „Bildwerdungen“ begründen, zumindest seit der ­Renaissance, die Faszination der Antike. Die Bilder machen zugleich ­besonders deutlich, dass das Interesse nie nur auf eine „klassische“, ­römisch-griechische Antike beschränkt war, sondern stets die lokalen Antiken der anderen Länder in Europa, Kleinasien und Nordafrika miteinschloss, ja selbst die Kulturen in Fernost und Amerika zum Vergleich heranzog. Für diese Bildwerdung der Antike kommt insbesondere dem Medium der Druckgrafik, das seit dem späten 15. Jahrhundert eine weite Verbreitung von Abbildungen ermöglichte, entscheidende Bedeutung zu.
Der Katalog Phönix aus der Asche untersucht die epistemischen Funktionen dieser Grafiken, ihre eigenständigen Möglichkeiten, aber auch die Grenzen des durch sie Darstellbaren, ihr „Nachleben“ durch Neuauflagen, Nachstiche und Übernahmen wie auch ihr Verhältnis zu begleitenden Texten. Ein Ausblick beleuchtet den Übergang zu den neuen, mit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufkommenden Möglichkeiten moderner Bildgebung und Vervielfältigung, allen voran der Fotografie.


Petersberg: Michael Imhof Verlag 2019 (Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, Band 50)

 

440 Seiten, 381 Farbabbildungen, Hardcover, 49,90€ (zzgl. Porto)
zweisprachig (deutsch/italienisch)
ISBN 978-3-7319-0771-8

Erschienen im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung (27. Juni bis 22. September 2019) im Zentralinstitut für Kunstgeschichte.


Ausführliche Informationen zur Publikation finden Sie hier.