Das Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller 1945-1968

Projektbeschreibung

Im Mittelpunkt des Projekts steht der Handel mit NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut nach 1945 am Beispiel des Münchener Kunstversteigerungshauses Adolf Weinmüller in den Jahren 1945 bis 1968. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Einlieferungen ebenso wie den Erwerbungen durch öffentliche Institutionen (staatliche, städtische und kommunale Museen, Galerien und Sammlungen). Mit der Untersuchung gerade dieses Zeitabschnitts betritt die Provenienzforschung in gewisser Hinsicht Neuland, wurden doch bisher vor allem Besitzwechsel zwischen 1933 und 1945 berücksichtigt. Die Ausweitung auf die Nachkriegszeit ist indes zwingend, weil viele während des Krieges ausgelagerte Bestände erst mit mehrjähriger Verzögerung in die Sammlungen zurückkehrten und größere Bestände von ehemaligen NS-Institutionen, NS-Organisationen und -Funktionseliten teilweise erst in den 1950er und 1960er Jahren in den Kunsthandel gelangten.

Laufzeit

1. Oktober 2013 bis 31. Dezember 2014

Beteiligte Institutionen

Zentralinstitut für Kunstgeschichte (Projektleitung)
Neumeister Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG

Förderer

Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung am Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin (AfP)

Information und Kontakt

Projektmitarbeiter ZI

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