Call for Papers // 25. Frühjahrsakademie für Kunstgeschichte: Kunst und Religionen
Seit über zwanzig Jahren bietet die Internationale Frühjahrsakademie für Kunstgeschichte einen einzigartigen Raum für Ausbildung und Dialog für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Kunstgeschichte aus aller Welt. Unterstützt durch das Internationale Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk für Kunstgeschichte (RIFHA) – das Partnerinstitutionen in Deutschland, Kanada, Spanien, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Italien, Japan und der Schweiz vereint – fördert die Frühjahrsakademie den Ideenaustausch und die Begegnung zwischen verschiedenen Forschungstraditionen (zur Homepage: www.proartibus.org).
Jede Ausgabe widmet sich einem transversalen Thema, das über alle Epochen und Kulturräume hinweg Relevanz besitzt. Dieser Ansatz ermöglicht es, Kunstwerke aus verschiedenen Perspektiven zu untersuchen und Methoden der Kunstgeschichte, der Historiografie sowie benachbarter Disziplinen miteinander ins Gespräch zu bringen. Konzipiert als intellektuelles Laboratorium, ermutigt die Frühjahrsakademie zu Diskussion, Vergleich und Experiment. Sie bietet allen Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Forschung in einem kollektiven, interinstitutionellen und intergenerationellen Rahmen zu präsentieren, in dem individuelle Ansätze durch kollaborative Arbeit, den Austausch unter Gleichgesinnten und das produktive Aufeinandertreffen unterschiedlicher Perspektiven bereichert werden.
Die 25. Ausgabe findet vom 21. bis 25. Juni 2027 in der Schweiz an der Universität Lausanne und der Universität Neuchâtel statt. Organisiert von Jan Blanc (Universität Lausanne) und Valérie Kobi (Universität Neuchâtel) unter Mitarbeit von Tilleane Charavel (Universität Lausanne) und Lara Pitteloud (Universität Neuchâtel) wird sie Doktorandinnen und Doktoranden, Nachwuchsforschende sowie Lehrende um ein zentrales Untersuchungsthema versammeln: „Kunst und Religionen“. Dieses Thema lädt die Teilnehmenden dazu ein, die vielfältigen Weisen zu untersuchen, in denen künstlerische Produktion mit dem Phänomen des Religiösen interagiert, es repräsentiert, transformiert, kritisiert oder hinterfragt. Ziel ist es nicht, einen bestimmten konfessionellen oder spirituellen Ansatz zu analysieren, sondern vielmehr zu verstehen, wie Bilder, Objekte und Räume an der Formierung, Verbreitung, Transformation, Bestreitung oder Ablehnung von Glaubensvorstellungen mitwirken. Die Vorschläge können sich daher ebenso mit Formen der Zugehörigkeit, Devotion und Aneignung befassen wie mit Praktiken der Kritik, des Dissens, des Antiklerikalismus, der Entsakralisierung oder des Widerstands gegen religiöse Institutionen und das religiöse Imaginäre. Durch die Untersuchung dieser Interaktionen rücken eine Reihe fundamentaler Fragen in den Fokus: die Rolle der Kunst bei der Konstruktion oder Infragestellung religiöser Autoritäten, ihre Einbindung in rituelle Praktiken, die Materialität von Kunstwerken und die Formen von Macht, die sie verkörpern, verhandeln oder bestreiten.
Bewerbungsende ist der 13. September 2026.
Zum ausführlichen Call for papers inklusive der Bewerbungsmodalitäten. >>
Zur Homepage des RIFHA: https://www.proartibus.org/