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Elena Chiara Treiber, M.A.

Preisträgerin des Willibald-Sauerländer-Preises 2021 am Zentralinstitut für Kunstgeschichte, September - Oktober 2021 | März - April 2022


Zimmer: 143

Telefon: +49 (0)89-289-27590
Abteilung/en: Forschung
Gruppe/n: Preisträger

Vita

  • Seit 2021 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin, DFG-Graduiertenkolleg Europäische Traumkulturen an der Universität des Saarlandes, Arbeitstitel: Hoffnungs- und Sehnsuchtsorte im Spiegel von Flucht und Migration. Aktuelle künstlerische Positionen zwischen Wunsch- und Alptraum (Betreuende: Prof. Dr. Joachim Rees, Prof. Dr. Burcu Dogramaci)
  • 2020–2021 | Wissenschaftliche Volontärin, Saarlandmuseum, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
  • 2017–2020 | Deutsch-französischer Master of Arts, Kunstgeschichte und Museologie, Ecole du Louvre, Paris und Universität Heidelberg   I   Stipendium der Deutsch-Französischen Hochschule
  • 2013–2017 | Bachelor of Arts, Bildwissenschaften der Künste, Universität des Saarlandes
  • 2011–2015 | Bachelor of Arts, Historisch orientierte Kulturwissenschaften, Universität des Saarlandes  |   Deutschlandstipendium der Werner Zeh Stiftung

  • 2013–2019 | Kuratorin und Rednerin bei verschiedenen Ausstellungen
  • 2014–2017 | Tutorin für wissenschaftliches Arbeiten und architektonische Grundbegriffe, Institut für Kunstgeschichte, Universität des Saarlandes
  • 2013–2017 | Wissenschaftliche Hilfskraft, Mediathek des Instituts für Kunstgeschichte, Universität des Saarlandes

Publikationen

  • 2020    »Das Bild als Subjekt? Eine Zusammenfassung der Kritik an Horst Bredekamps Theorie des Bildakts«, in: IMAGE. Zeitschrift für interdisziplinäre Bildwissenschaft 32 (2020), S. 5-15.
  • 2020    »Les années parisiennes d’Arno Breker (1900–1991)«, in: Le Carnet de la BK (01.12.2020), https://carnetbk.hypotheses.org/3627.

 

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Elena Chiara Treiber über ihre mit dem Willibald-Sauerländer-Preis 2021 prämierte Masterarbeit „Das Bild als Subjekt. Horst Bredekamps ‚Bildakt‘ zwischen Anwendung, Kritik und Weiterentwicklung“:

Der Berliner Kunsthistoriker Horst Bredekamp setzt sich in seiner 2010 veröffentlichten Theorie des Bildakts mit Wirkmöglichkeiten von Bildern auseinander. In seinem bildwissenschaftlichen Ansatz nimmt er eine Systematisierung bildaktiver Phänomene im schematischen, substitutiven und intrinsischen Bildakt vor. Der schematische Bildakt beschreibt die Verlebendigung des Bildes, der substitutive Bildakt zeigt sich in der wechselseitigen Austauschbarkeit von Bild und Körper und der intrinsische Bildakt wirkt aus der Kraft der gestalteten Form.
In meiner Forschungsarbeit untersuche ich unter Berücksichtigung der gegen den Bildakt vorgebrachten Kritik die von Bredekamp vorgenommene Systematisierung der verschiedenen Ausprägungen des Bildakts anhand gattungsübergreifender Bildbeispiele der Kunstgeschichte und Populärkultur von der Antike bis in die heutige Zeit. Eine eingehende Analyse und Kontextualisierung der Bildbeispiele offenbart die Stärken und Schwächen des Bildakts. Ferner wird eine Weiterentwicklung des Bildakt-Ansatzes vorgenommen, indem eine Verschränkung der bei Bredekamp definierten und isoliert voneinander betrachteten Manifestationen des Bildakts belegt werden kann. Bildakte treten nicht nur individuell in Bildern in Erscheinung, sondern sind auch kombiniert als miteinander verschränkte Dyaden oder Triaden nachweisbar. Der Bildakt ist somit ein Analyseinstrument, um bildaktive Phänomene zu untersuchen. Indem er das Bild subjektiviert, forciert er einen Perspektivwechsel. Die Kategorisierung in verschiedene Bildakte ist dabei keine Erklärung, wie Bilder wirken, sondern vielmehr eine Beschreibung ihrer Wirkmacht.