Vortrag Martin Schieder

Termindetails

Wann

14.01.2015
von 18:15 bis 20:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Auf dem Schiff ins Exil. Zwischen heterotopischer Erfahrung und ästhetischer Reflexion

Die Geschichte der Moderne ist auch eine Geschichte der Migration und des Exils. Bisher hat die Kunstgeschichte die transatlantische Überfahrt ins Exil nur ansatzweise als historisches Phänomen und methodisches Problem erkannt. Bisher wird das Augenmerk zum einen auf die Zeit vor der Abfahrt gelegt, zum anderen fokussiert man auf das Leben, Wirken und auf die Netzwerke der Exilanten in der neuen Heimat. Doch es gilt auch zu fragen, was eigentlich in dem zeitlichen und räumlichen Shift zwischen dem Vergangenen und dem noch nicht Begonnenen, zwischen dem alten Europa und der Neuen Welt geschah. Wie erlebten die Exilanten den Prozeß der Dislokation von der gewohnten geographischen, sozialen und kulturellen Umgebung? Welche Begegnungen und Eindrücke waren für sie während der heterotopischen Passage über das Meer prägend? Und in welcher Form haben sie diese in ihren Werken ästhetisch verarbeitet?

Prof. Dr. Martin Schieder
Professor für moderne und zeitgenössische Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Kunst vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, zum deutsch-französischen Kulturtransfer, zur Geschichte der Kunstkritik sowie zu den Exhibiton Studies und Studio Studies vorgelegt.

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