Vortrag: F. Zöllner. Zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci

Termindetails

Wann

06.02.2019
von 18:15 bis 19:15

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Frank Zöllner: Leonardos Salvator Mundi. Kennerschaft zwischen Kunstmarkt und Weltpolitik

Bei dem im Sommer 2011 der Öffentlichkeit als authentisches Gemälde Leonardo da Vincis vorgestellten Salvator Mundi handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Werkstattarbeit, die auf eine Bilderfindung Leonardos zurückgeht und an deren Vollendung Leonardo möglicherweise mitgewirkt hat. Ein solches Vorgehen ist indirekt auch durch Quellen belegt. Der Vortrag geht der Frage nach, mit welchen Strategien der Salvator Mundi auf dem Kunstmarkt plaziert wurde, welche Rolle dabei Kunstwissenschaftler, Museen und die (sozialen) Medien spielten. Zudem geht es im Vortrag um die Rolle der Restauratoren des Bildes, deren Eingriffe bislang nur unzureichend dokumentiert sind, sowie um dessen Status als Spitzentrophäe im Kontext politischer Strategien. 

 

Prof. Dr. Frank Zöllner

Geboren 1956 in Bremen; 1983 bis 1985 Aby-Warburg-Stipendium in London, The Warburg Institute; 1987 Promotion an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über das Thema 'Vitruvs Proportionsfigur'; 1988 bis 1992 wissenschaftlicher Assistent, Bibliotheca Hertziana, Rom; 1995 Habilitation an der Universität Marburg mit einer Arbeit über 'Ausdruck und Bewegung bei Leonardo da Vinci'; seit 1996: Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Universität Leipzig und Direktor des Instituts für Kunstgeschichte. Forschungsschwerpunkte sind Kunst- und Kunsttheorie der Renaissance, Leonardo da Vinci, Aby Warburg und die Leipziger Schule.