Vortrag Hubertus Günther

Termindetails

Wann

04.06.2014
von 18:15 bis 20:00

Art

Mittwochsvortrag

Wo

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Vortragsraum 242, II. OG, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München

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Die SS. Trinità dei Monti in Rom als Monument des französischen Stils

Die heute sog. „Spanische Treppe“ war über mehrere Jahrhunderte hinweg ein Ort der Selbstdarstellung des französischen Königtums in der Ewigen Stadt.

Der Vortrag soll zeigen, dass die Kirche der SS. Trinità, die sich über ihr erhebt, von vornherein dieselbe Bestimmung hatte. Darauf weist ein bisher unbeachteter Bericht von 1520 hin, in dem es heißt, die Kirche sei „tout à la mode françoise“ gebaut und mit Lilien und französischen Wappen übersät.

Um zu sehen, was als typisch französischer Stil angesehen wurde, muss die ursprüngliche Erscheinung des Innenraums rekonstruiert werden, weil sie im Barock stark verändert wurde. Es ergibt sich, dass Elemente im modernsten Stil der italienischen Renaissance und althergebrachte Elemente französischer Gotik miteinander verbunden waren. Noch aus Philibert de l’Ormes Architekturtraktat ergibt sich eine Erklärung für diese erstaunliche Verbindung inmitten des Zentrums der Hochrenaissance.

Prof. Dr. Hubertus Günther
1965-73 Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Theaterwissenschaft in Bonn, München und Bibliotheca Hertziana in Rom; 1973 Promotion LMU München; 1985 Habilitation Universität Bonn; 1984-86 Gastdozent an der Universität Düsseldorf, beauftragt mit der Leitung des Seminars für Kunstgeschichte; 1986-88 Gastprofessor für Kunstgeschichte an der Universität Frankfurt; 1988-91 Professor für Kunstgeschichte und für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft an der Universität Frankfurt; 1991-2008 Ordinarius für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Zentrales Arbeitsgebiet: Architektur der Renaissance und Antikenstudien.

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